Ausklänge, XXII.
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zu sprechen, von „Nationalökonomie“ und Ähnlichem. Es wäre eigentlich
anzunehmen, der einmal eingebürgerte Name hätte, mindestens in
seinem Kernteil „Wirtschaft“, gleich anfänglich zum Schlüsselwort gedient
für die Deutung des Benannten, also der Wissenschaft selber.
Tatsächlich ging jedoch die Besinnung zunächst nur auf das Greifbarste
des herkömmlichen Inhaltes, auf das Gut! So blieb „Sachgüterversorgung“
in dieser Hinsicht die bündigste Art, wie sich die Theorie
durch Angabe ihres Inhaltes selber den Paß auszustellen wußte. Im
übrigen verließ man sich für die Deutung, wo denn Nationalökonomie
eigentlich hinaus will, meist auf das Schema F der Naturwissenschaft:
Nationalökonomie wäre die „Lehre von den Gesetzen der Volkswirtschaft“
!
Für den durchschnittlichen Stand der fachlichen Selbsterkenntnis
ist aber nichts so bezeichnend wie die Art, in der heute noch viele
Lehrbücher alle Skrupel des Woher und Wohin ihrer Wissenschaft
unter dem Diktum begraben: „Volkswirtschaftslehre ist die Lehre von
der Volkswirtschaft“! Allerdings. Im Grunde aber wird da eigentlich
nur die Bindung an das Wort offen und ehrlich einbekannt. Hingegen
täuscht es immer schon etwas vor, es geschieht mehr nur, um das
Gesicht zu wahren, wenn man irgendeine, wie aus der Pistole geschossene
„Definition der Wirtschaft“ vorangestellt sieht, oder sogar
eine „Definition der Volkswirtschaft“. Denn selbst nach einer wortreichen
Explikation dieser Deutung, zumeist mit Ausflügen ins Geschichtliche,
pflegt schlecht und recht wieder nur die „Güterlehre“
aufzumarschieren. Es hat eben jenes überragende Beginnen von Karl
Knies, Volkswirtschaft bewußt als Gebilde zu erfassen, während sie
vorher höchstens im stillen so behandelt und gewürdigt wurde, zunächst
bloß der Empirie unserer Wissenschaft gefruchtet. Für die
Theorie blieb „Volkswirtschaft“ die bloße Wortmarke im Namen jener
Wissenschaft, die selber nach wie vor das „Güterleben“ zu ihrem Inhalt
wählte.
XXII.
Nur auf Umwegen begann man es allmählich wahr zu machen,
daß mittlerweile das Wort „Wirtschaft“ immer deutlicher als das
Schlüsselwort der Wissenschaft empfunden würde. Entweder gab man
das „wirtschaftliche Prinzip“ als den roten Faden aus, der alle nationalökonomische
Theorie durchflicht; oder man gn nac er „wir
schaftlichen Handlung“ zurück, um sie als den „elementaren Erfahrungs