Full text : Wirtschaft als Leben

Inhaltsübersicht.

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Tausch  und  Preis  stets  die  Wirtschaftliche  Dimension.  Sie  ist  es,  weis  zu  den
Grenzzahlen  fortgebildet  wird,  indem  man  die  Aufteilung  des  Verfügbaren
auf  die  Bedarfe  unter  Wechsel  ihrer  Ansätze  durchrechnet.
13.  Grenzzahlen,  die  über  die  Höhe  der  Wirtschaftlichen  Dimension
hinausgehen,  errechnen  sich  vornehmlich  für  die  Zwingenden  Bedarfe,  und
zwar  je  doppelt:  Überschreitet  die  Wirtschaftliche  Dimension  die  niederer
gelegene  Grenzzahl,  so  müßte  der  mildere  Ausweg  beschritten  werden,  den
Bedarfsanspruch  einzuengen;  überschreitet  sie  die  höhere,  muß  in  derberer
Weise  Entfeinerung  des  Bedarfs  eintreten.  Einen  Sinn,  gleichsam  als  vorläufig ­
  schon  überholte  Maxima,  besitzen  auch  Grenzzahlen  kleiner  als  die
Wirtschaftliche  Dimension;  letztere  müßte  so  tief  sinken,  bevor  auch  noch
die  zugehörigen,  jetzt  vernachlässigten  Bedarfe  zu  ihrer  Deckung  kämen.
14.  Bei  unzulänglicher  „Decke“  gesellt  sich  zur  Schmälerung  der
Deckung,  sowie  zur  Entfeinerung  und  Ausmerzung  der  Bedarfe,  noch  der
Eingriff  der,  bzw.  in  die  Vorverfügungsmacht.  Die  regelrechte  Abwehr  entladet ­
  sich  als  Auftrieb  des  Strebens  nach  „Einkommen  .  Rückblick  auf  den
ganzen  Zusammenhang,  der  den  in  der  „Gleichung  C“  symbolisierten  Wahn
der  Theorien  der  „Wert-Pragmatik“  als  verzeihlich  erscheinen  läßt.
15.  Die  vierte,  die  Unpersönliche  Gleichung  des  Vertauschten  („Gleichung
D“),  selber  die  sinnvollen  Gleichungen  A  und  B  widersinnig  verquickend,
symbolisiert  den  Irrtum,  das  Vertauschte  schlechthin  gleichsetzen  zu  können.
Mittelbar  symbolisiert  sie  den  Wahn  einer  „kryptoökonomischen  Dimension“,
die  sich  als  der  „Allpreisgrund“,  und  in  Gestalt  der  Geltung  der  Wirtschaftlichen ­
  Dimension,  beim  Tausche  mystisch  durchsetzen  würde.
16.  Dem  „Volksvorurteil“,  das  Vertauschte  blindlings  gleichsetzen  zu
dürfen,  zeigt  sich  auch  Aristoteles  unterworfen,  der  es  aber  weislich  ablehnt,
diese  Gleichung  bis  zu  Folgerungen  aus  ihr  ernst  zu  nehmen.
17.  Karl  Marx  unterlegt  seiner  Theorie  ausdrücklich  diese  sinnlose
»Gleichung  D“,  indem  er  daraus  seine  „Wert“-Behauptung  entwickelt.
18.  Zur  letzteren  auf  dem  logischen  Wege  einer  „Schlußfolge“  zu  gelangen,
  ist  die  Eigenheit  der  marxistischen  Theorie.  An  sich  ist  damit  der
verhängnisvolle  „Fehler  im  Ansatz“  begangen.
19.  Das  von  Marx  als  „Wert“  Behauptete  setzt  sich,  als  jene  „kryptoökonomische
  Dimension“,  kraft  eines  „Wertgesetzes“  unmittelbar  im  Tausche
durch,  indem  die  tauschgepaarten  Mengen  stets  einer  „Wertsubstanz  zum
Ausdruck  zu  verhelfen  hätten.  Darum  „Wert-Metaphysik“.  In  „glücklicher
Inkonsequenz“  soll  dies  nur  unter  dem  Vorbehalt  „richtigen“  Tausches  gelten,
^r  Sache  nach  liegt  eine  „Verabsolutierung“  jener,  von  „klassischen“  Werttheorien ­
  mittelbar  vertretenen  Anschauung  vor,  als  ob  die  „menschliche  Arbeit“ ­
  ein  Monopol  auf  die  Veranschlagung  als  Aufwand  besitzen  wurde.
V.  Gottl-Ottlilienfeld,  Wirtschaft  als  Leben.
            
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