Object: Mietausfall, Zinsrückstand und Fällig werden von Pfandlasten in Mannheim während der ersten acht Kriegsmonate

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zurückgekommenen Bogen aus diesen oder anderen Gründen 
unbeantwortet blieben, und welche Resultante aus solch ver 
schiedenen Motiven als Einwirkung auf das Ergebnis der ganzen 
Untersuchung zustande gekommen sein mag, das können wir 
freilich nicht wissen. Mit Rücksicht auf die Verteilung der Fälle, 
bei denen das Motiv der Nicht-Beantwortung genannt war, ver 
muten wir indessen, daß diese ausgebliebenen, Bogen ausgefüllt 
ein wirtschaftlich günstigeres Ergebnis geliefert haben würden, 
als der größere von uns bearbeitete Teil. 
Ob unsere 436 bearbeiteten Bogen im Verhältnis zu den 
603 ausgesandten wiederum als repräsentative Teilmasse' — 
gleichsam eine solche zweiter Ordnung —- gelten können, wäre 
schließlich gleichfalls mittelst des zweiten, oben erwähnten, 
aposteriorischen Kriteriums zu untersuchen. Allein für eine 
solche Nachprüfung fehlen uns so gut wie alle Handhaben, da 
es sich hier ja gerade um Mietausfälle, Hypothekenrückstände 
usw. handelt, für die wir eben bezüglich der nicht-zurückge- 
kommenen Bogen die Angaben nicht besitzen. Sonach mußten 
wir uns damit begnügen, die 105 Grundstücksbogen, deren 
Nicht-Beantwortung einen Einfluß auf das Ergebnis unserer 
Untersuchung wenigstens vermuten ließ, nach einigen mehr 
äußerlichen Merkmalen auszuzählen und nachzuweisen, wie sich 
deren tatsächliche Verteilung (A) zu der nach Maßgabe 
der bearbeiteten 436 Bogen zu erwartenden, Verteilung 
(B) verhalten hat. Bezüglich der Stadtteilslage*) ergab sich zu 
nächst folgender Unterschied: 
Stadtteil 
A 
B 
A + 
Oberstadt 
13 
12,8 
+ 0,2 
Unterstadt 
27 
27,6 
— 0,6 
Oststadt 
10 
7,3 
+ 2,7 
Schwetzingerstadt 
17 
15,6 
^ 1,4 
Lindenhof 
10 
10,8 
— 0,8 
Jungbusch 
8 
5,5 
+ 2,5 
Westliche Neckarstadt 
10 
18,1 
— 8,1 
Max Josefstadt 
6 
3,5 
+ 2,5 
Lange Rötter 
4 
3,8 
+ 0,2 
Alt-Mannheim 
105 
105,0 
0 
Man gewinnt aus dieser Gegenüberstellung den Eindruck, 
nls ob die „besseren“ Stadtteile unter den — kurz gesagt — 
fraglichen Bogen stärker vertreten seien, als unter den be 
arbeiteten, während die ärmere westliche Neckarstadt sehr deut 
lich zurücktritt. Im Hinblick auf das Ergebnis unserer Unter 
suchung würde das also bedeuten, daß jenes einen zu ungün 
stigen Eindruck hervorruft und durch das Hinzukommen der 
fraglichen Bogen vermutlich eine Aufbesserung erfahren würde. 
*) Von der Wiedergabe der ziemlich genau übereinstimmenden Ver 
teilung nach der Stockwerklage sehen wir wegen ihrer geringen Bedeutung 
für die hier aufgeworfene Frage ab.
	        
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