thumbs: Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels 1861-1867 / herausgegeben von D. Rjazanov (Abt. 3, Briefwechsel, Bd. 3)

(1073) 1867 Nov. 26 
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Wie ist's mit dem Karbunkel? Die Position gefällt mir nicht, 
hoffentlich hat Lafargue Dir ihn geschnitten. Dieser Geschichte 
muß nun doch ein Ende gemacht werden. 
Hat Borkh[eim] Dir das Geld bezahlt? Mir schreibt er nichts, 
; obwohl ich Garant bin. 
Dein F. E, 
1074. Marx an Engels; 1867 November 27. 
27. November 1867. 
Lieber Engels, 
Was die Privatangelegenheiten angeht (ich wollte Dir schon 
Samstag darüber schreiben, wurde aber an diesem und den folgen- 
den Tagen verhindert, weil man mich von allen Ecken wegen der 
Fenian Affairs konsultierte usw., kurz, meine Zeit konfiszierte), 
so hat Herr Borkheim — ich glaube sicher trotz besten Willens — 
mich diesen ganzen Monat zwischen Würgen und Hängen gehalten. 
Aus seinem Letzten von gestern siehst Du, daß es sich wieder um 
neuen unabsehbaren Aufschub handelt. Das Allerschlimmste an 
der Sache, daß er mir positiv versprochen hatte, am 10. dieses 
Monats (im schlimmsten Fall) die ganze Summe auszuzahlen. 
„ Darauf hatte ich mit den Gläubigern arrangiert. Was er wirklich 
zahlte seit seiner Rückkehr, sind £ 5. Du begreifst daher den 
trouble, worin ich mich befinde. Mein Gesundheitszustand hat sich 
sehr verschlechtert, und von Arbeiten konnte kaum die Rede sein. 
Außerdem seh ich jeden Tag gerichtlichen Klagen entgegen und 
‚; wissen wir nicht mehr, wie von Tag zu Tag uns helfen. 
Was den Meißner angeht, so ist meine Ansicht, ihn in seiner 
Annonce gewähren zu lassen, denn alles andre bewirkt neuen Auf- 
schub. Thimm sagte Borkheim, Meißner habe alle Buchhändler 
aufgefordert, die bis jetzt unverkauften Exemplare ihm (resp. 
„ seinem Kommissionär in Leipzig) zurückzuschicken. Auch weiß 
ich von York, dem Buchhändler des Arbeitervereins, daß es sehr 
schwer ist, in diesem Augenblick Exemplare von Meißner zu be- 
kommen. Dies beweist mir weiter nichts, als 1. daß der stock in 
Meißners Hand sehr klein ist, 2. daß er wissen will, wieviel von 
„dem nicht in seiner Hand befindlichen stock wirklich ver- 
kauft ist, 3. seine Geschäfts, freunde“ forcieren will, möglichst 
viel auf eigne Rechnung zu halten. Ich werde dem Meißner schrei- 
ben, daß im Fall er für bestimmte Zeitungen oder Zeitschriften 
(die er aber mir nennen muß) Anzeigen oder Kritiken brauche, 
könne er sie von Freunden wie Dir etc. erhalten. Solle mir das 
schreiben. 
{fi
	        
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