Full text: Das Jungdeutsche Manifest

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seines Lebens an der Welt seiner Gedanken baut, wird unwillkürlich 
zezwungen, den Sinn des großen Ereignisses gestaltend in sich selbst 
virken zu lassen. 
Dementsprechend muß das gewaltige Fronterlebnis des Weltkrieges 
besondere Wirkungen auf die Summe der Menschen ausüben, deren 
Leben noch im Werden und Drängen der Jugend von ihm betroffen 
wurde. Es steht also fest, daß bestimmte Altersklassen der lebenden 
Menschen geistig in einer besonderen Richtumg beeinflußt und befruchtet 
worden sind. 
Das Frontgeschlecht 
Die Gemeinschaft der Frontkameradschaft hat unter allen daran 
Teilhaftigen gefühlsmäßige Wahlverwandtschaft geschaffen. Diese ge— 
ühlsmäßige Wahlverwandtschaft beginnt immer deutlicher die neue 
Front im Ringen des Volkes zu bilden. Aus natürlichen Gründen stellt 
die Kampfjugend des Weltkrieges auch die Kerntruppe dieser neuen 
Front. Die Gesamtheit aber der in der Gesinnung dieser Front Ge— 
zinten können wir nicht nach dem Lebensalter einteilen. Die Teil⸗ 
zaftigkeit an der Gesinnung dieser Front ist auch nicht abhängig von 
zestimmten Verdiensten oder Leistungen an den Fronten des Krieges. 
Um die neue frontgeborene Weltanschauung der vom Fronterlebnis 
ergriffenen Jugend sammeln sich alle, die ihren Erkenntnissen huldigen. 
Das Frontgeschlecht ist also die Summe der Menschen, 
für die das Erlebnis der außergewöhnlichen Zeit des 
Weltkrieges nicht nur eine würdige Erinnerung, son— 
dern den Auftakt zu einer neuen Zeit volklicher und 
menschlicher Erneuerung bedeutet. 
Das Frontsoldatentum 
Das Fronterlebnis ist der Born, aus welchem Millionen bewußt 
und unbewußt eine überwältigende Fülle neuer Gedanlen geschöpft 
haben. Die Möglichkeit zur schöpferischen Ausgestaltung des Front- 
erlebnisses liegt aber nur für den vor, der das Sittliche in den Taten 
des Weltkrieges empfindet. Es seien daher zwei Typen des Front- 
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