beitsrechnung‘‘ und ‚‚Wertrechnung‘“ bei Mises (Wirtschaftsrechnung,
5. 106/107).
Erweitern wir so den Arbeitsertrag durch Einbeziehung der
beiden anderen wirtschaftlichen Grundleistungen zum „Wirt-
schaftsertrag“ und beziehen auch alle die genannten Diffe-
renzierungen der „Wirtschaftsbedingungen“ ein, — was
bleibt dann noch von der Arbeitszeitrechnung, dem Arbeitsgeld?
Indessen selbst diese Modifikationen reichen noch nicht aus, um
einen brauchbaren Verteilungsmaßstab zu gewinnen; als bloße
Kosten, d. h. entgangener Nutzen, müssen sie ihrerseits not-
wendig auf einen positiven, gewonnenen Nutzen bezogen werden,
„Man vergegenwärtige sich die Lage des sozialistischen Gemein-
wesens, Da gibt es Hunderte und Tausende von Werkstätten, in denen
zearbeitet wird, Die wenigsten von ihnen erzeugen gebrauchsfertige Waren;
in der Mehrzahl werden Produktionsmittel und Halbfabrikate erzeugt. Alle
diese Betriebe stehen untereinander in Verbindung. Sie durchwandert der
Reihe nach jedes wirtschaftliche Gut, bis es genußreif wird. In dem rast-
losen Getriebe dieses Prozesses fehlt aber der Wirtschaftsleitung jede Mög-
lichkeit sich zurechtzufinden, Sie kann nicht feststellen, ob das Werkstück
auf dem Wege, den es zu durchlaufen hat, nicht überflüssigerweise aufgehalten
wird, ob an seine Vollendung nicht Arbeit und Material verschwendet werden“
/Mises, ebenda, S. 101).
Ist so schon die Produktion unübersehlich, wie soll man erst
die Verteilung regeln? Nur der Vergleich von Kosten und Nutzen
kann helfen. Aber welches ist wieder der Maßstab des
Nutzens? Mises versucht den Weg zur Lösung frei zu
machen: „Es ist ohne weiteres klar und braucht keiner näheren
Begründung, daß die Wertrechnung nicht technisch sein,
nicht auf dem objektiven Gebrauchswert (Nutzwert) der Güter
und Dienstleistungen aufgebaut werden kann.“ Der „objektive
Gebrauchswert“ erhält ja eine wirtschaftliche Bedeutung erst
dadurch, daß er zur Befriedigung menschlicher Bedürfnisse
verhilft!
Hier liegt der Kern der ganzen Frage und der Hauptein-
wand gegen jedwede Arbeitsgeldtheorie, Wie die Kollektivisten
subjektivistischer Richtung nicht mit der Knappheit der Wirt-
schaftsgüter rechnen, so vergessen die Objektivisten, daß alle
Wirtschaft letzten Endes nur dem Zwecke dient, den Bedarf der
Wirtschaftspersonen zu decken.
Dietzel gegen Rodbertus: „Das ‚„Zentralorgan‘“ hat zu
vestimmen, was produziert werden soll, und demgemäß die Arbeiter auf die
verschiedenen Betriebszweige zu verteilen. Was produziert werden soll,
entscheidet sich natürlich danach, was die Konsumenten begehren