Full text : Die Kaufkraft des Geldes

Mitwirkung  der  National  Monetary  Commission  und  deren  Sachverständigen
A.  Piatt  Andrew  ermöglicht  worden 1 ).
Diese  Zahlen  geben  daher  die  tatsächlichen  Depositenwmlaufsmittel  in
den  Vereinigten  Staaten  wieder.  Sie  zeigen  ein  enormes  Anwachsen  der
Bankdepositenumlaufsmittel.  In  einem  Zeitraum  von  dreizehn  Jahren  (vom
Anfang  bis  zum  Ende  der  Tabelle)  haben  sich  diese  nahezu  verdreifacht.
Überdies  zeigt  jedes  Jahr  einen  Fortschritt  gegen  das  vorhergehende,  mit
Ausnahme  des  der  Krise  von  1907  folgenden  Jahres  1908.
§3.
Nachdem  wir  G  undG',  die  Zirkulationsmittel,  gefunden  haben,  kommen
wir  nun  zur  Feststellung  von  U  und  U',  deren  Umlaufsgeschwindigkeit.
Es  wird  zweckmäßig  sein,  die  letztere  zuerst  in  Erörterung  zu  ziehen.
Die  Umlaufsgeschwindigkeit  der  Bankdepositen  findet  man,  wenn
man  den  gesamten  Scheckumlauf  (CU')  durch  die  Bankdepositen  (C)
dividiert.  Der  Divisor  G'  wurde  bereits  gefunden.  Was  den  Dividenden
G'U'  anbelangt,  so  sind  dies  tatsächlich  die  gesamten  in  einem  Jahre  gezogenen ­
  Schecks,  denn  wir  können  vernünftigerweise  annehmen,  daß  im
Durchschnitt  jeder  Scheck  einmal  und  nur  einmal  gegen  Güter  zirkuliert 2 ).
Dank  den  Bemühungen  des  Professors  Kinley  von  der  Universität  von
Illinois  haben  wir  für  zwei  Jahre,  und  zwar  für  1896  und  1909,  umfangreiche
und  einzigartige  Angaben,  die  ursprünglich  für  den  Zweck  einer  Berechnung
des  Verhältnisses  von  Geldtransaktionen  zu  Schecktransaktionen  in  den
Vereinigten  Staaten  gesammelt  waren,  d.  h.  des  Verhältnisses  von  GU  zu
G'U’.  Wir  werden  sehen,  daß  diese  Angaben  in  Verbindung  mit  anderen
amtlichen  Statistiken  selbst  für  etwas  Bedeutenderes  als  die  Berechnung
dieses  Verhältnisses  verwendet  werden  können,  denn  sie  setzen  uns  in  den
Stand,  die  Größen  U  und  V  für  die  erwähnten  beiden  Jahre  mit  ziemlicher
Genauigkeit  zu  berechnen.  Bei  dieser  Gelegenheit  werden  wir  finden,  daß
es  mit  Hilfe  dieser  Größen  möglich  ist,  genauer  als  in  den  obenerwähnten
Nachforschungen  gerade  die  Größe  herauszuarbeiten,  für  die  diese  Untersuchungen ­
  unternommen  wurden,  nämlich  das  Verhältnis  von  Geldtransaktionen ­
  zu  den  Kredittransaktionen.
Wir  wollen  zunächst  G'U'  abschätzen.
G'U'.  Professor  Kinleys  spezielle  Untersuchung  für  das  Jahr  1896  zeigt,

D  Bezügl.  Einzelheiten  siehe  §  3  des  Anhanges  zu  diesem  (XII.)  Kapitel.
2 )  Vgl.  Kemmerer,  op.  cit.,  S.  114.
            
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