Full text : Die Kaufkraft des Geldes

(an  Geld,  Bank-  und  Buchkredit),  vermehrt  um  die  Zahlungen  für  die^
geführten  Güter,  ist  gleich  der  Summe  des  Wertes  der  im  Inlande  verkauft?
Güter,  vermehrt  um  den  Wert  der  aus  dem  Lande  ausgeführten  Güter.  Die
letzten  beiden  Gleichungen,  von  denen  sich  die  eine  auf  Einkäufe
und  die  andere  auf  Verkäufe  bezieht,  können  addiert  werden,  um
in  einer  gemeinsamen  Gleichung  den  Gesamthandel  auszudrücken,  an  dem
das  gegebene  Gemeinwesen  beteiligt  ist,  d.  h.  die  Gesamtverkäufe  und
Einkäufe  innerhalb,  und  die  Verkäufe  und  Einkäufe  außerhalb  desselben.
Die  zusammengesetzte  Gleichung  ist  dann
2  2D  +  2F  +  2l  =  22p d Q d  +  Spfa  +  2p f Q f .
Hier  ist  der  inländische  Handel  zweimal  gezählt,  weil  jeder  Warenumsatz
als  Verkauf  wie  auch  als  Einkauf  vorkommt.  Dies  drückt  die  Verkehrsgleichung ­
  für  den  Gesamthandel  (in-  und  ausländisch)  aus,  an  dem
das  betreffende  Land  beteiligt  ist.  Wenn  wir,  anstatt  zu  addieren,  eine
Gleichung  von  der  anderen  subtrahieren,  so  erhalten  wir
2F  —  21  =  2p i Q i  2p^Qp
was  die  Gleichung  der  Handelsbilanz  in  ihrer  gewöhnlichsten  Form  darstellt, ­
  die  den  Kredit  wie  auch  das  Geld  in  Betracht  zieht.  So  hängt  der
Geldstrom  von  oder  zu  einer  Nation  von  dieser  letzten  Gleichung  ab.
Die  rechte  Seite  der  vorletzten  Gleichung  hängt  von  drei  Preisgruppen
ab,  —  den  einheimischen  Preisen  (den  p d ),  den  Preisen  der  Güter,  die  in
das  Land  eingeführt  werden  (den  pi),  und  den  Preisen  der  ausgeführten
Güter  (den  p t ).
Wenn  zum  Beispiel  die  p d  außerordentlich  hoch  sind,  so  ist  die  natürliche ­
  Folge  ein  Ansporn,  Güter  hereinzuschaffen  (Q { ),  und  eine  Entmutigung, ­
  Güter  hinauszusenden  (Q f ),  was  dazu  beitragen  wird,  die  rechte  Seite
der  Gleichung  groß  zu  gestalten  und  f  olglich  auch  die  Unke  Seite  zuvergrößern.
Mit  anderen  Worten,  es  entsteht  eine  sogenannte  ungünstige  Handelsbilanz,
wobei  die  Zahlungsmittel  die  Tendenz  annehmen,  stärker  hinauszugehen  als
hereinzukommen;  das  heißt,  es  wird  ein  Abströmen  von  Geld  (angezeigt  durch
F),  oder  eine  Übertragung  von  Bankkrediten  ins  Ausland  stattfinden  (F'),
oder  ein  Belasten  der  Auslandsbücher  (0"),  oder  eine  Verminderung  in  der
Tilgung  bestehender  Buchkonten  (F' n ),  oder  es  werden  entgegengesetzte
Veränderungen  in  I,  I',  I",  V”  stattfinden,  oder  endlich  eine  Vereinigung
der  beiden  Tendenzen,  während  zeitweilig  Schwankungen  zwischen  diesen  verschiedenen ­
  Größen  eintreten.  Auf  die  Dauer  und  letzten  Endes  beziehen  sich
die  Veränderungen  hauptsächlich  auf  die  tatsächüche  Ausfuhr  und  Einfuhr
v °u  Geld,  d.  h.  sie  betreffen  die  nicht  mit  (')  bezeichneten  Größen  F  und  I.
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