Full text : Die Kaufkraft des Geldes

Anhang  zum  X.  Kapitel.

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den  Werten  p 0 Q 0  usw.  oder  p t Q y  usw.  oder  p 0 Q y  U sw.  oder  p t Q 0  usw.
vorgenommen  wird,  ist  praktisch  gewöhnlich  ohne  Bedeutung.  Wenn  wir
also  theoretische  Rücksichten  den  praktischen  unterordnen,  so  scheint
das  geeignete  Verfahren  darin  zu  bestehen,  gewisse  Konstanten  zu
wählen,  die  einfache  ganze  Zahlen,  und  den  Werten,  mit  denen  wir  es  in
den  von  uns  betrachteten  Jahren  zu  tun  hatten,  so  nahe  als  möglich  sind.
Diese  Gewichte  brauchen  nicht  jedes  Jahr  geändert  zu  werden,  sollten
jedoch  eine  Änderung  erfahren,  wenn  sich  die  Werte  (p t Q x )  bedeutend
verändern.
Im  Falle,  daß  sowohl  eine  Quantitäts-  oder  Handelsindexziffer  (Q 1
oder  Hj)  als  auch  eine  Preisindexziffer  (PQ  gewünscht  werden,  können  wir
den  Medianwert  gleichfalls  als  die  Form  für  wählen.  Mit  anderen  Worten:
die  Indizes  für  die  p  und  die  ö  werden  am  besten  unabhängig  voneinander ­
  gewählt.  Freilich  verwerfen  wir  dadurch  jede  absolute  gegenseitige
Übereinstimmung  zwischen  den  beiden,  wir  sprechen  aber  jetzt  von
praktischen  und  nicht  von  theoretischen  Rücksichten.
Einer  der  großen  praktischen  Vorteile  des  Medianwerts  ist  seine  Verwendung ­
  in  Verbindung  mit  „Quartilen“  oder  „Dezilen“,  um  sowohl  die
Dispersion  als  auch  die  Durchschnitte  darzustellen.  Dieses  Verfahren
zur  Darstellung  der  Dispersion  von  einem  Mittelwert  aus  ermöglicht ­
  eine  leichtere  Berechnung  und  auch  ein  tieferes  Eingehen  auf
eventuell  gewünschte  Einzelheiten,  als  das  Karl  Pearsonsche  Verfahren
der  „Normalabweichung“  von  einem  arithmetischen  Mittel.
Die  praktische  Schlußfolgerung  ist  daher,  daß  der  gewogene  Medianwert
den  Zwecken  eines  praktischen  Preis-  und  Quantitätenbarometers  ebensogut,. ­
  wenn  nicht  besser,  entspricht  als  theoretisch  höherwertige  Formeln.
Doch  ungeachtet  der  besonderen  Einfachheit  und  Leichtigkeit  der
Berechnung,  die  den  Medianwert  auszeichnet,  und  trotz  Edgeworths  starker
Bekräftigung  kommt  derselbe  fast  nie  zur  Anwendung,  wenn  er  überhaupt
bekannt  ist.  Wesley  C.  Mitchell 1 )  hat  die  Mediane  in  ausgedehnterem
1873,  wovon  eines  von  dem  Komitee,  dessen  Mitglied  er  war,  empfohlen  ist.  Dieses
Mittel  wurde  bereits  im  Texte  des  X.  Kapitels,  §  5  erwähnt.
*)  Gold,  Prices,  and  Wages  under  the  Greenback  Standard,  Veröffentlichung  der  Universität ­
  von  Kalifornien.  Mitchells  Verwendung  von  Dezilen  ist  jedoch  von  geringem
Werte,  da  er  eine  gemeinschaftliche  Basis,  nämlich  das  Jahr  1860  verwendet,  so  daß  seine
Zahlen  für  jedes  folgende  Jahr  die  Dispersion  dieses  Jahres  im  Verhältnis  zum  Jahre
1860  geben.  Die  Kenntnis  der  Dispersion  der  Preise  in  den  Jahren  1909  oder  1910
im  Vergleich  zum  Jahre  1860  ist  so  gut  wie  von  gar  keiner  Bedeutung  und  liefert
auch  keinen  Aufschluß  darüber,  ob  sich  die  Preise  gleichförmig  veränderten,  oder  ob
sie  sich  vom  Jahre  1909  bis  1910  weit  zerstreuten.  Was  wir  wissen  sollten,  ist  die
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