Full text: Die Kaufkraft des Geldes

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Anhang zum XII. Kapitel. 
Da soviel von der relativen Bedeutung des Scheck- und Geldumlaufs 
gesagt worden ist, scheint es sonderbar, daß bis zu dieser Zeit noch kein 
Versuch gemacht worden ist, das Volumen der Umlaufsmittel, die perScheck 
zirkulieren, abzuschätzen oder aufzuzeichnen. Diese Umlaufsmittel und 
ihre Zirkulation haben eine viel größere statistische Bedeutung als das Geld 
und dessen Zirkulation. Unsere Verwunderung ist um so größer, wenn wir 
bedenken, daß „dem Scheckverkehr unterworfene Depositen“ dem Comp- 
troller of the Currency von den einzelnen Banken regelmäßig gemeldet 
worden sind. Von den sechziger Jahren an begannen die veröffentlichten 
Ziffern diese Kategorie auszulassen sowie alle persönlichen Depositen in 
einen Topf zu werfen und die darnach erschienenen Berichte folgten ein 
fach dem von ihren Vorgängern gesetzten Beispiel. Der gegenwärtige 
Comptroller erklärte, daß in Zukunft der Betrag der dem Scheckverkehr 
unterworfenen Depositen getrennt zu behandeln ist, und wir können 
also hoffen, daß uns von jetzt ab jährliche Aufstellungen der scheck 
fähigen Depositen zur Verfügung stehen. So werden wir denn jedes 
Jahr die Größe dieses Postens in unserem Zirkulationsmittel erfahren, 
der, wie wir sehen werden, neun Zehntel der gesamten Austauscharbeit 
des Landes verrichtet. 
§ 4 (zum XII. Kapitel, § 3). 
Methode zur Berechnung von G-' U' für die Jahre 1896 und 1909. 
Nach dem Bericht des Comptrollers für 1896 war die Gesamtsumme (an 
Geld und Schecks), die in allen Berichte liefernden Banken an dem dem 
1. Juli 1896 nächsthegenden Abrechnungstag deponiert war, 303 000 000. 
Die Summe, die Kemmerer für nichtberichtende Banken ansetzt (op. cit. 
S. 110—111), bringt die Zahl auf 506 Millionen. Der für die Schecks an allen 
Depositen gefundene Anteil wurde mit 92,5 % angegeben, was 468 000 000 als 
in einem Tage deponierte Schecksumme ergibt, wenn man diesen Prozentsatz 
auf die schätzungsweise gefundenen 506 000 000 Gesamtdepositen anwendet. 
Indessen zeigte der 1. Juli, da er der erste eines Monats ist, naturgemäß 
eine außergewöhnlich große Depositensumme. Um festzustellen eine wie 
hohe Summe man für diese Tatsache anzusetzen hat, habe ich durch die 
Freundlichkeit des Herrn Gilpin vom New Yorker Clearinghaus die Zahlen 
der New Yorker Clearings vom 2. Juli 1896 erhalten. Der 2. Juli wurde 
deshalb ausgewählt, weil die am 1. Juli in New York deponierten Schecks 
in den Clearinghausstatistiken vom 2. Juli zu erscheinen pflegen. Die Clearings 
vom 2. Juli zeigten einen Betrag von 157 000 000, während der tägliche 
Durchschnitt für 1896 nur 95 000 000 oder 60 % so viel war. Um den
	        
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