368
Anhang zum XII. Kapitel.
Da soviel von der relativen Bedeutung des Scheck- und Geldumlaufs
gesagt worden ist, scheint es sonderbar, daß bis zu dieser Zeit noch kein
Versuch gemacht worden ist, das Volumen der Umlaufsmittel, die perScheck
zirkulieren, abzuschätzen oder aufzuzeichnen. Diese Umlaufsmittel und
ihre Zirkulation haben eine viel größere statistische Bedeutung als das Geld
und dessen Zirkulation. Unsere Verwunderung ist um so größer, wenn wir
bedenken, daß „dem Scheckverkehr unterworfene Depositen“ dem Comp-
troller of the Currency von den einzelnen Banken regelmäßig gemeldet
worden sind. Von den sechziger Jahren an begannen die veröffentlichten
Ziffern diese Kategorie auszulassen sowie alle persönlichen Depositen in
einen Topf zu werfen und die darnach erschienenen Berichte folgten ein
fach dem von ihren Vorgängern gesetzten Beispiel. Der gegenwärtige
Comptroller erklärte, daß in Zukunft der Betrag der dem Scheckverkehr
unterworfenen Depositen getrennt zu behandeln ist, und wir können
also hoffen, daß uns von jetzt ab jährliche Aufstellungen der scheck
fähigen Depositen zur Verfügung stehen. So werden wir denn jedes
Jahr die Größe dieses Postens in unserem Zirkulationsmittel erfahren,
der, wie wir sehen werden, neun Zehntel der gesamten Austauscharbeit
des Landes verrichtet.
§ 4 (zum XII. Kapitel, § 3).
Methode zur Berechnung von G-' U' für die Jahre 1896 und 1909.
Nach dem Bericht des Comptrollers für 1896 war die Gesamtsumme (an
Geld und Schecks), die in allen Berichte liefernden Banken an dem dem
1. Juli 1896 nächsthegenden Abrechnungstag deponiert war, 303 000 000.
Die Summe, die Kemmerer für nichtberichtende Banken ansetzt (op. cit.
S. 110—111), bringt die Zahl auf 506 Millionen. Der für die Schecks an allen
Depositen gefundene Anteil wurde mit 92,5 % angegeben, was 468 000 000 als
in einem Tage deponierte Schecksumme ergibt, wenn man diesen Prozentsatz
auf die schätzungsweise gefundenen 506 000 000 Gesamtdepositen anwendet.
Indessen zeigte der 1. Juli, da er der erste eines Monats ist, naturgemäß
eine außergewöhnlich große Depositensumme. Um festzustellen eine wie
hohe Summe man für diese Tatsache anzusetzen hat, habe ich durch die
Freundlichkeit des Herrn Gilpin vom New Yorker Clearinghaus die Zahlen
der New Yorker Clearings vom 2. Juli 1896 erhalten. Der 2. Juli wurde
deshalb ausgewählt, weil die am 1. Juli in New York deponierten Schecks
in den Clearinghausstatistiken vom 2. Juli zu erscheinen pflegen. Die Clearings
vom 2. Juli zeigten einen Betrag von 157 000 000, während der tägliche
Durchschnitt für 1896 nur 95 000 000 oder 60 % so viel war. Um den