c) Auch zum Arbeiten mit Lacken läßt sich der Pinsel sehr gut
verwenden, doch werden zum Lackieren vielfach Pinsel von
flacher Form bevorzugt. Dies ist jedoch mehr oder weniger
Gefühlssache und muß daher dem Urteil des Einzelnen über-
lassen bleiben,
3. Zum Schablonieren ist der Musterpinsel nach seiner ganzen
Form und Art als besonders geeignet zu bezeichnen.
4, Durch die äußere Beschaffenheit, besonders hinsichtlich der
Fassung des Borstenkopfes, vereinigt der Pinsel bis zu einem ge-
wissen Grade die Eigenschaften verschiedener anderer Pinselarten,
so z. B. des Ring- und Kapselpinsels, In manchen Fällen wird für
einen Vollpinsel die für den Kluppenpinsel charakteristische ge-
bauchte Stielform bevorzugt, doch ist die dem Musterpinsel eigene
Stielform jedenfalls die gebräuchlichste.
5. Um festzustellen, in welchem Maße die Nickelfassung des
Pinsels einen Angriff von Säure, Lauge, Öl usw, auf das Rückende
des Borstenkopfes verhindert, wurde ein Pinsel 24 Stunden lang bis
etwa 1 cm über das obere Ende der Fassung in 5% ige Salzsäure ge-
stellt, Nach Abschwenken des Pinsels und nach Lösen des Vorbandes
wurde die Nickelfassung aufgefeilt und dem Pinsel eine größere An-
zahl Borsten entnommen. Die Borsten erwiesen sich an ihrem unteren
Ende als trocken und vollständig unbeschädigt, Ich halte danach
diesen Pinsel gegen vorzeitiges Zerfressen durch Säure, Lauge usw.
und einen dadurch verursachten Ausfall von Borsten für weitgehend
geschützt,
6, Die Frage, bis zu welcher Borstenlänge der Pinsel nach Lösen
des Vorbandes noch als gebrauchsfähig zu bezeichnen ist, läßt sich
kaum scharf beantworten, da hier zum Teil rein gefühlsmäßige Mo-
mente mitsprechen und die Ansichten deshalb sehr verschieden sein
können, Nach den von uns ausgeführten Versuchen läßt sich der
Musterpinsel bei einer Borstenlänge von etwa 2 bis 3 cm über der
Fassung noch als zu allen Anstrichen geeignet bezeichnen, Unter-
halb der Länge von 2 cm kommt aber immerhin noch die Verwendung
für Eisenanstrich oder für Arbeiten mit Lauge in Frage.
7.a) Zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit der zur Prüfung ein-
gesandten Pinsel, d, h. der Lebensdauer im Verhältnis zu an-
dern Pinselarten, besonders zu dem meist in Frage kommenden
Ringpinsel mit Kork und unter Berücksichtigung der Klein-
verkaufspreise mußte zunächst die Qualität der Borsten ge-
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