Einfluß der Depositenumlaufsmittel auf die Gleichung usw.
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Gold selbst — dasselbe Gold das von einem anderen Kunden deponiert
worden ist — geben oder darleihen. Sogar wenn der Entlehner nur ein
Zahlungsversprechen besitzt, so wird noch immer fingiert, daß er Geld
deponiert habe, und ist gleich den wirklichen Deponenten von Bargeld er
mächtigt, Schecks zu ziehen. Den Gesamtwert der Ansprüche auf das
Ziehen von Geld, gleichviel woher sie stammen, nennt man „Depositen“.
Die Befugnis zu ziehen (oder die Depositenanrechte) leihen die Banken
öfters her als wirkliches Geld, teils weil dies für die Entlehner bequemer ist,
teils weil die Banken bedeutende Barreserven zu halten wünschen, um
großen oder unerwarteten Anforderungen gegenüber genistet zu sein. Wenn
eine Bank Geld ausleiht, so wird allerdings ein Teil des so geliehenen Geldes
von den Personen, welche von den Entlehnern nach Abwicklung der Ge
schäfte bezahlt wurden, wieder deponiert werden; es ist aber nicht unbedingt
nötig, daß dieses Geld in derselben Bank zurückdeponiert wird. Dem
Durchschnittsbankier wird es daher lieber sein, wenn der Entlehner ihm
kein Bargeld entzieht.
Außer Depositenanrechten können die Banken auch ihre eigenen Noten,
die sogenannten „Banknoten“, ausleihen; und das Prinzip, welches die
Depositenanrechte beherrscht, gilt in gleicher Weise für die Banknoten.
Der Inhaber empfängt einfach anstatt eines Bankguthabens die Tasche voll
Banknoten. In beiden Fällen muß die Bank stets bereit sein, den Inhaber
zu bezahlen — ihre „Noten einzulösen“ — ebenso wie ihre Deponenten auf
Verlangen zu bezahlen, und in beiden Fällen tauscht die Bank ein Zah
lungsversprechen gegen ein anderes aus. Was die Banknote betrifft, so hat
die Bank ihre Banknote gegen das Zahlungsversprechen eines Kunden ein
getauscht, Die Banknote trägt keine Zinsen, ist aber auf Verlangen sofort
zahlbar. Die Note des Kunden trägt Zinsen, ist aber nur an einem be
stimmten Verfalltage zahlbar.
Angenommen die Bank gebe $ 50,000 in Noten aus, so wird ihre Bilanz
jetzt folgendermaßen aussehen:
Aktiva
Goldreserven $ 100,000
Darlehen $ 100,000
$ 200,000
Passiva
Schuld an Deponenten $ 150,000
Schuld an Noteninhaber $ 50,000
$ 200,000
Wir wiederholen, daß vermöge des Kredits die Depositen (und Noten)
einer Bank ihre Barmittel überschreiten können. In dieser Tatsache läge
nichts Mysteriöses oder Dunkles, noch überhaupt in dem Kreditwesen im
allgemeinen, wenn man es dem Publikum beibringen könnte, die Operationen