Full text : Die Kaufkraft des Geldes

Indirekte  Einflüsse  auf  die  Kaufkraft.

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liehen  Auszahlungen  kommt  der  Buchkredit  weniger  in  Anwendung  als  bei
monatlichen.  Dort,  wo  die  Gewohnheit  des  Buchkredits  oder  des  Belastens“
vorherrscht,  wird  die  Hauptmasse  des  Geldes  am  Zahltag  verausgabt  Aller
Wahrscheinlichkeit  nach  hat  die  Einführung  von  Wochenzahlungen  an
Stelle  von  Monatszahlungen,  wenn  eine  solche  stattfand,  viele  Arbeiter  die
früher  auf  Kredit  einkaufen  mußten,  in  den  Stand  gesetzt,  ihre  eigenen
Zahlungen  in  bar  vorzunehmen,  und  auf  diese  Weise  zu  einer  Abnahme
der  Umlaufsgeschwindigkeit  des  Geldes  beigetragen.
Die  Häufigkeit  der  Ausgaben  hat  offenbar  eine  ähnliche  Wirkung  wie
diejenige  der  Häufigkeit  von  Einnahmen,  d.  h.  sie  beschleunigt  die  Umsatzgeschwindigkeit ­
  oder  den  Umlauf.
2  b.  Die  Regelmäßigkeit  der  Zahlung  begünstigt  den  Umsatz  ebenfalls
Wenn  der  Arbeiter  seiner  Einnahmen  und  Ausgaben  ziemlich  gewiß  ist  so
kann  er  bei  genauer  Ausrechnung  dieselben  ebenso  genau  wie  sicher  seinen
Verpflichtungen  anpassen,  um  jeden  Zahlungszyklus  mit  leerer  Tasche  zu
beschließen.  Diese  Gewohnheit  ist  bei  gewissen  städtischen  Arbeiterklassen
äußerst  häufig  anzutreffen.  Wenn  andererseits  die  Einnahmen  und  Ausgaben ­
  entweder  hinsichtlich  des  Betrages  oder  der  Zeit  unregelmäßig  sind
so  erfordert  es  die  Vorsicht  des  Arbeiters,  daß  er,  um  gegen  unliebsame
Zwischenfälle  gesichert  zu  sein 1 ),  eine  größere  Summe  zur  Verfügung  hält
Selbst  wenn  die  Höhe  der  Einnahmen  mit  Sicherheit  im  voraus  bekamt  ist’
so  erfordert  ihre  Unregelmäßigkeit  dennoch  eine  größere  Zahlungsbereitschaft.’
Dies  trifft  wenigstens  dann  zu,  wenn  wir  annehmen,  daß  die  Häufigkeit
dei  jährlichen  Zahlungen  dieselbe  ist  wie  im  Falle  regelmäßiger  Zahlungen
und  daß  die  „zeitliche  Gestaltung“  der  Ausgaben  während  sukzessiver  Einnahmen ­
  ebenfalls  dieselbe  ist.  Wir  wollen  den  Fall  annehmen,  daß  ein
Arbeiter  durchschnittlich  $  1  täglich  ausgibt  und  einen  DurchschnittsbetreLv
von  $  1  den  Tag  empfängt.  Wenn  seine  Eingänge  affe  vierzehn  Tage  einmal
stattfinden,  wird  der  Durchschnittsbetrag,  den  er  zu  seiner  Verfügung  haben
muß,  ein  geringerer  sein,  als  wenn  sie  abwechselnd  in  Zeiträumen  von  drei
Wochen  und  einer  Woche  Vorkommen.  Denn  angenommen,  daß  er  genau  vor
jeder  Zahlung  mit  leeren  Händen  dasteht,  so  wird  er  im  ersten  Falle  alle  vierzehn ­
  Tage  offenbar  einen  Durchschnittsbetrag  von  $  7  benötigen;  im  letzteren
Falle  hingegen  wird  er  für  die  erste  Periode  von  drei  Wochen  oder  in  einundzwanzig ­
  Tagen  $  10,50  und  in  der  zweiten  Periode  $  3,50  benötigen
deren  Durchschnitt  —  unter  Berücksichtigung  der  Tatsache,  daß  sich  die
$  10,50  auf  drei  Wochen  und  die  $  3,50  auf  eine  Woche  beziehen  $  8  75

1 )  Vgl.  Landry,  a.  a.  0.
            
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