Full text : Die hygienischen Verhältnisse der Insel Formosa

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Die  hygienischen  Verhältnisse  der  Insel  Formosa.

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der  vom  Finanzjahre  1908  an  eine  Sanitätskasse  für  den  ganzen
Distrikt  verlangte.
Nach  und  nach  schlossen  sich  alle  anderen  Distrikte  dem  Vorgehen ­
  Taihokus  an,  so  daß  es  jetzt  auf  ganz  Formosa  nur  12  Sanitätskassen ­
  gibt.  Infolge  dieser  Vergrößerung  der  Bezirke  vermehrten  sich
auch  Einnahmen  und  Kredit  der  Kassen.  Daher  konnten  nunmehr
überall  Neubauten  von  Markthallen  und  Schlachthäusern  unternommen ­
  werden.  Zugleich  wurden  auch  die  sonstigen  hygienisch
wichtigen  Bauanlagen,  deren  Durchführung  den  eigentlichen  Zweck
der  Sanitätskassen  bildete,  in  größerem  Umfange  in  Angriff  genommen. ­
  Insbesondere  vervollständigte  man,  wo  es  not  tat,  in
den  größeren  Städten  die  privaten  Abzugskanäle,  sorgte  für  Kanalisation ­
  in  kleinen  Städten  und  in  Dörfern,  legte  Bohrbrunnen  an,
übernahm  den  Bau  von  Wasserwerken  in  Shöka,  Kinpöri,  Taikö,
Hokuto  und  Shirin  —  in  den  beiden  zuerst  genannten  Städten  sind
sie  bereits  fertig  —,  schuf  Beerdigungsplätze  und  Eeichenverbrennungsanstalten
  für  die  Städte  Taihoku,  Taichu  und  Tainan,  erbaute ­
  Isolieranstalten  für  Infektionskranke  in  den  kleineren  Städten,
errichtete  Wohnhäuser  für  die  Armen  in  Taichu  und  so  fort.
Außerdem  werden  von  den  Sanitätskassen  alljährlich  nicht  geringe
Summen  für  die  Müllbeseitigung  und  für  die  Bekämpfung  der  Seuchen
ausgegeben.  Gegenwärtig  betragen  die  Einnahmen  der  zwölf  Kassen
jährlich  über  400  000  Yen.
            
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