Auslandsanleihen der Länder. 23
übernommen worden. Das von der International Acceptance Bank
yewährte Schatzscheindarlehn Hamburgs lief vom 1. Mai 1926 bis
1. Mai 1927 und war mit 57/; % diskontiert. Hierfür wurden am
27. April 5% % mit halbjährlichen Zinsscheinen versehene Anteil-
zertifikate aufgelegt. Anfang Juni 1927 brachte Bayern ein am
10. Juni 1928 fälliges Schatzscheindarlehn im Betrage von
20 Mill. $ bei der Equitable Trust Co unter, für welches am 3. Juni
Anteilzertifikate mit 5%, % Diskont aufgelegt wurden. Hamburg
erhielt von derselben Gesellschaft ein am 15. Oktober 1928 fälliges
Darlehn von 5 Mill. $, wofür mit gleichem Diskont Anteilzerti-
äikate am 14. Oktober aufgelegt wurden.
Die 15-Mill.-$-Anleihe Bremens wurde von der Guaranty
Trust Company und von Dillon, Read & Co übernommen und ge-
langte in zwei Abschnitten von 10 bzw. 5 Mill. $ zur Emission.
Von der Gesamtanleihe wurden 1,5 Mill. $ von der Schweizerischen
Kreditanstalt fest übernommen und 2,25 Mill. von der Neder-
landsche Handel-Maatschappij, Mendelssohn & Co, Pierson & Co,
R. Mees & Zoonen in Holland aufgelegt. Der Erlös der Anleihe
war für die Verbesserung des Hafens und anderer öffentlicher
Einrichtungen sowie zur Ablösung der am 1. Dezember 1925 fähli-
ven 5 Mill. $ Schatzanweisungen bestimmt. Zur Tilgung der beiden
Teile der Bremer Anleihe werden halbjährlich 2% % des Anleihe-
betrages zur Verfügung gestellt. Der Tilgungsfonds dient aber
aur zum Ankauf von Anleihestücken auf dem freien Markt zu
höchstens 100 %. Steigt also der Kurs der Anleihe nicht über
pari, so werden jährlich mindestens 750 000 $ nominal getilgt, so
daß im Jahre 19835 höchstens noch 750000 $ und die zweite
Hälfte der Anleihe, also zusammen 8 250 000 $ nominal zu tilgen
sind. Soweit ein Ankauf nicht möglich ist, erhält der Staat Bremen
den nicht verwendeten Teil des Tilgungsfonds zurück, oder anders
gesagt, der Staat Bremen hat den Tilgungsfonds halbjährlich ledig-
lich wieder auf 375 000 $ aufzufüllen, soweit er in Angriff ge-
nommen ist. Eine Auslosung findet also nicht .statt. Eine vor-
zeitige Kündigung ist ausgeschlossen.
Auch die bayerische 25-Mill-$-Anleihe wurde in zwei
Abschnitten von 15 bzw. 10 Mill. emittiert. Der erste Abschnitt
wurde als Serienanleihe aufgelegt, von der am 1. August der Jahre
1926 bis 1945 jährlich 750 000 $ fällig werden !). Dagegen ist für
den zweiten Abschnitt eine halbjährliche kumulative Tilgung der
Hälfte durch Ankauf bis zu pari oder Auslosung zu pari ab
1. August 1930 vorgesehen. Eine vorzeitige Kündigung ist bei
beiden Abschnitten nur für den ganzen noch ausstehenden
Betrag ab 1. August 1930 zu pari mit 6GOtägiger Vor-
anzeige zulässig. Die Anleihe wurde von der Equitable Trust
Company und Harris, Forbes & Co übernommen. Vom ersten Ab-
1) Die Emissionskurse der einzelnen Serien vgl. Anhang Tab. 23.