Object: Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland

158 
I. Geschäftliche Versicherung. 
1908 . . . 
. . 28181 428 Mk. 
1907 . . . 
. . 25 720 445 
1906 . . . 
. . 23 709 438 „ 
1905 . . . 
. . 21372 595 „ 
1904 . . . 
. . 25 512 583 „ 
1903 . . . 
. . 22 641 185 „ 
1902 . : . 
. . 21503 444 „ 
Bei diesen Beträgen ist nicht zu übersehen, daß darin auch die be 
zahlten Besoldungen und Provisionen enthalten sind, die Tausenden von 
Personen Brot geben. 
Gehen wir nun zur Betrachtung der Geschäftsergebnisse der Gesell 
schaften über, so ist im voraus zu betonen, daß die Gewinne nicht aus 
schließlich aus Prämien herrühren und es daher nicht zulässig erscheint, 
ohne weiteres aus der Höhe etwa erzielter Gewinne darauf zu schließen, 
daß die Prämien unnötig hoch seien. Diesem Schluß begegnet man ja 
nicht so selten bei Angriffen auf das private Versicherungswesen, zu 
welchen häufig auch völlig Unkundige erfahren genug zu sein glauben, 
ohne daß jedoch das „durch Sachkenntnis nicht getrübte" Urteil dadurch 
richtiger würde. Es kommen eben noch andere Quellen, namentlich bei 
alten, wohlfundierten Gesellschaften, für die Entstehung eines Überschusses 
in Betracht, deren Einfluß nicht übersehen werden darf. 
Die Totalüberschüsse der deutschen Gesellschaften in Unfall und Haft 
pflicht bezifferten 1909 aus den Betrieben der genannten Sparten 
13 301 951 Mk. Von diesen Überschüssen rührten her: 
aus Zinsen und Kursdifferenzen . 6 696 360 Mk. 
„ Prämien 6 605 591 „ 
Dieser Überschuß aus Prämien von rund 6,6 Millionen Mark ist, 
wenn man ihn der Prämieneinnahme gegenüberstellt, durchaus nicht 
hoch, insbesondere nicht für ein riskantes Geschäft. Man darf wohl 
unbedenklich behaupten, daß Handel und Industrie im allgemeinen 
durchweg mit einem ganz wesentlich höheren Nutzen arbeiten. 
Für das Jahr 1910 betragen die Gesamtüberschüsse der deutschen 
Unfall- und Haftpflichtversichernugsgesellschaften nach den vorläufigen Auf 
stellungen 13 965 705 Mk., wovon 6,99 Millionen aus Zinsen und 
Kursgewinnen herrühren, die sich aber durch anderweitige Kursverluste 
auf 6,94 Millionen reduzieren, und 7,03 Millionen aus Prämien. 
Für die Vorjahre sind die Ziffern aus nachstehender Tabelle er 
sichtlich.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.