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auf richtigem Wege war, dass sich die Voraussetzungen
bestätigten, aus denen sie hervorgegangen waren, und aus
der Menge !der Präparate hoben sich manche heraus,
die sich in jahrelanger Prüfung bewährt und als heilsame
Präparate in den Arzneischatz aufgenommen werden
konnten. Aus dem Gewirr der Tatsachen ergaben sich
Richtlinien, die zu neuen Versuchen anregten und neue
heilbringende Wege eröffneten.
So fanden neben dem Knorrschen Antipyrin, das Antipyretica
von den Höchster Farbwerken eingeführt wurde und
unter den synthetischen Heilmitteln wohl den grössten
materiellen Erfolg gehabt hat, das Tolupyrin und das
Salipyrin Aufnahme, ferner das mandelsaure Antipyrin
oder Tussol als Mittel gegen Keuchhusten, das Valerylaminoderivat
als Neopyrin, und endlich das allmählich,
aber länger andauernd wirkende und dreimal so kräftige
Pyramidon, das Amin des Antipyrins. Neben dem Azetanilid
erschien sein Aethoxyderivat, das Phenazetin, das
als billigstes Antipyreticum eine grosse Bedeutung gewann,
ferner das stärker beruhigende und leicht hypnotisch
wirkende Laktophenin und das zugleich antiseptisch
wirkende Aminophenazetin oder Phenokoll. Aber alle
diese synthetischen Antipyretica haben doch das alte
Malariamittel, das Chinin, nicht erreicht, das trotz des
bitteren Geschmacks und des hohen Preises seine souveräne
Stellung nicht verloren hat.
Das Studium der Pflanzenalkaloide, Strychnin, Atro- Anästhetica
pin, Brucin, Cocain, Codein, Coniin usw., von denen
die meisten synthetisch aufgebaut worden sind, hat
manche wichtigen Aufschlüsse über den Zusammenhang
zwischen Konstitution und physiologischer Wirkung gegeben,
die zur Auffindung neuer Heilmittel angeregt
haben. Als Beispiel mag das Cocain gelten, das von