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Zigaretten im Detailhandel für 1 V2 Pfg. und weniger — zumeist für
1 Pfg. — verkauft werden *■).
Als letzter und nicht geringster Grund für die rasche Zunahme
des Zigarettenkonsums ist endlich noch die gewaltige Reklame
zu nennen, die von einzelnen Großfabrikanten für ihre Erzeugnisse
entfaltet wurde.
Ihrer werde ich noch öfter im ersten Abschnitt meiner Arbeit
zu gedenken haben, in dem ich die Entwicklung der deutschen
Zigarettenindustrie bis zur Gegenwart darstellen werde. Diesem
historischen Überblick soll, in drei Abschnitte gegliedert, die Dar
stellung der heutigen Verhältnisse folgen, und zwar soll sich der
erste Abschnitt mit der Zigarettenfabrikation, der zweite mit den
Absatz- und der letzte mit den Arbeiterverhältnissen befassen. Um
aber den Leser auch mit dem Rohmaterial, dessen sich unsere
Industrie bedient, etwas bekannt zu machen, erschien es wünschens
wert, diesen drei Teilen in einem besonderen Abschnitt eine kurze
Schilderung der Rohtabak-Produktion und des Rohtabak-Handels,
soweit der eigentliche Zigarettentabak in Betracht kommt, voraus
zuschicken.
Es ergibt sich demnach für die Arbeit folgende Disposition:
1. Die Entwicklung der deutschen Zigarettenindustrie bis zur
Gegenwart.
2. Der Zigarettentabak.
3. Die Zigarettenfabrikation.
4. Die AbsatzVerhältnisse.
5. Die Arbeiterverhältnisse.
1) So wurden nach den Angaben in den „Vierteljahrsheften“ (Jahrg. 1908,
Heft III, Seiten 92 und 93) im Steuerjahre 1907/8 (1. IV. 07—31. III. 1908) her
gestellt:
2 476 367 000 Zigaretten im Kleinverkaufspreise bis 15 Mark pro Mille (43 Prozent)
1 732 280 000
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von
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1 089 867 000
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362 050 000
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23 828 000
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10 149 000
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