104
Im Durchschnitt bezahlen die Dresdener Arbeiterinnen 111,4 Mk.
und die Berliner 163 Mk. Miete pro Jahr. In beiden Fällen bestehen
die 7 Wohnungen aus 8 Räumen, sind also zum weitaus
größten Teil Einzimmerwohnungen.
Uber die Wohnungsverhältnisse derjenigen dieser Arbeiterinnen,
die Schlafstellen oder möblierte Zimmer inne haben,
unterrichtet nachstehende Tabelle, in der die Angaben von 18
Dresdener (No. 1—18) und 8 Berliner (No. 19—26) alleinstehenden
Zigarettenarbeiterinnen zusammengestellt sind:
Lfd.
No.
Monatlicher Mietpreis
für die Schlafstelle
bez. das
möblierte Zimmer
In dem
Zimmer
schlafen
Personen
Lfd.
No.
Monatlicher Mietpreis
fürdieSchlafstelle
bez. das
möblierte Zimmer
In dem
Zimmer
schlafen
Personen
Mark
Mark
1
10
i
14
8
i
2
10
i
15
10
3
3
10
i
16
12
2
4
8
i
17
15
1
5
8
i
18
12
1
6
8
i
19
8
4
7
12
2
20
7
3
8
10
1
21
10
3
9
8
1
22
12
2
10
10
1
23
15
1
11
12
1
24
10
1
12
14
1
25
10
2
13
12
1
26
12
2
Danach bezahlen die Dresdener wie die Berliner Arbeiterinnen
im Durchschnitt 10,50 Mk. Miete pro Monat. Die Wohnungsverhältnisse
ersterer sind dabei aber bedeutend besser als die letzterer;
denn während die Zimmer der Dresdener Arbeiterinnen durchschnittlich
nur von 1,2 Personen zum Schlafen benutzt werden,
dienen die der Berliner Arbeiterinnen durchschnittlich 2,25 Personen
als Schlafstätte.
D. Gesundheitsverhältnisse.
Die sanitären Verhältnisse stehen einerseits in engem Zusammenhang
mit den schon besprochenen Lohn-, Ernährungs- und
WohnungsVerhältnissen, anderseits werden sie aber auch von gewissen
beruflichen Momenten stark beeinflußt.