Full text : Die deutsche Zigarettenindustrie

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sich  bei  der  gesamten  männlichen  Mitgliederschaft  ergebenden
Durchschnitt.  Ungünstiger  scheint  dagegen  die  Berufstätigkeit
auf  die  weiblichen  Personen  einzuwirken,  denn  hier  steht  die
Morbilitätsziffer  in  den  Jahren,  in  denen  nur  die  eigentlichen
Tabakarbeiterinnen  berücksichtigt  sind,  um  36  und  in  den  anderen
Jahren  um  21-^-59°/o  höher  als  die  der  gesamten  weiblichen  Mitgliederschaft ­
  der  Ortskrankenkasse.

Mitglieder  aus  der  Tabakindustrie ­


Gesamtmitgliederschaft  der
Krankenkasse

Durchschnitt ­
 ­

Mitgliederbestand ­


Auf  100  Mitglieder
entfallen

Durchschnitt ­
 ­

Mitgliederbestand ­


Auf  100  Mitglieder
entfallen

beobachtete ­
  Erwerbsun-




Unterstützungs ­
 ­


0)
TS
w
<u
O
H

beobachtete ­
  Erwerbsun-




Unterstützungs ­
 ­


Todesfälle

A.  Männliche  Personen.

1900—03

466

38

790

?

49  186

41

800

?

1904

1011

20

410

?

54  915

34

660

?

1905

1088

23

370

?

58  730

33

640

?

1906

1118

18

430

0,9

60  115

31

640

0,9

1907

821

23

550

0,6

59  455

34

700

0,8

B.  Weibliche

Personen.

1900—03

3333

53

1290

?

26  446

39

940

?

1904

4338

45

1120

?

29  256

36

870

?

1905

4373

44

1140

?

37  354

29

690

?

1906

4458

43

1190

1,1

40  502

27

720

0,7

1907

5143

40

1000

0,8

36  144

33

830

0,8

Hervorzuheben  ist  aber,  daß  gerade  bei  den  Tabakarbeiterinnen ­
  in  den  letzten  Jahren  andauernd  eine  relative  Abnahme
der  Erkrankungsfälle  zu  verzeichnen  gewesen  ist,  die  vor  allem
auf  die  immer  besser  werdenden  hygienischen  Einrichtungen  der
Fabriken  zurückgeführt  werden  muß.
Über  die  Art  der  Erkrankungsfälle  gibt  folgende  Spezialtabelle ­
  Aufschluß:
(S.  Tabelle  S.  107.)
Demnach  treten  die  spezifischen  Krankheiten  der  Tabakarbeiter
(Tuberkulose,  Bronchitis)  nur  bei  den  männlichen  Personen  besonders ­
  hervor,  bei  den  Tabakarbeiterinnen  hingegen  ist  ihre  Häufigkeit ­
  nur  wenig  bez.  überhaupt  nicht  größer  als  bei  der  gesamten ­
  weiblichen  Mitgliederschaft  der  Ortskrankenkasse.  Dies
hat  seinen  Grund  zum  Teil  darin,  daß  in  den  Zigarettenbetrieben
gerade  die  Arbeiten,  bei  denen  der  meiste  Tabakstaub  entsteht,
            
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