106
sich bei der gesamten männlichen Mitgliederschaft ergebenden
Durchschnitt. Ungünstiger scheint dagegen die Berufstätigkeit
auf die weiblichen Personen einzuwirken, denn hier steht die
Morbilitätsziffer in den Jahren, in denen nur die eigentlichen
Tabakarbeiterinnen berücksichtigt sind, um 36 und in den anderen
Jahren um 21-^-59°/o höher als die der gesamten weiblichen Mitgliederschaft
der Ortskrankenkasse.
Mitglieder aus der Tabakindustrie
Gesamtmitgliederschaft der
Krankenkasse
Durchschnitt
Mitgliederbestand
Auf 100 Mitglieder
entfallen
Durchschnitt
Mitgliederbestand
Auf 100 Mitglieder
entfallen
beobachtete
Erwerbsun-
Unterstützungs
0)
TS
w
<u
O
H
beobachtete
Erwerbsun-
Unterstützungs
Todesfälle
A. Männliche Personen.
1900—03
466
38
790
?
49 186
41
800
?
1904
1011
20
410
?
54 915
34
660
?
1905
1088
23
370
?
58 730
33
640
?
1906
1118
18
430
0,9
60 115
31
640
0,9
1907
821
23
550
0,6
59 455
34
700
0,8
B. Weibliche
Personen.
1900—03
3333
53
1290
?
26 446
39
940
?
1904
4338
45
1120
?
29 256
36
870
?
1905
4373
44
1140
?
37 354
29
690
?
1906
4458
43
1190
1,1
40 502
27
720
0,7
1907
5143
40
1000
0,8
36 144
33
830
0,8
Hervorzuheben ist aber, daß gerade bei den Tabakarbeiterinnen
in den letzten Jahren andauernd eine relative Abnahme
der Erkrankungsfälle zu verzeichnen gewesen ist, die vor allem
auf die immer besser werdenden hygienischen Einrichtungen der
Fabriken zurückgeführt werden muß.
Über die Art der Erkrankungsfälle gibt folgende Spezialtabelle
Aufschluß:
(S. Tabelle S. 107.)
Demnach treten die spezifischen Krankheiten der Tabakarbeiter
(Tuberkulose, Bronchitis) nur bei den männlichen Personen besonders
hervor, bei den Tabakarbeiterinnen hingegen ist ihre Häufigkeit
nur wenig bez. überhaupt nicht größer als bei der gesamten
weiblichen Mitgliederschaft der Ortskrankenkasse. Dies
hat seinen Grund zum Teil darin, daß in den Zigarettenbetrieben
gerade die Arbeiten, bei denen der meiste Tabakstaub entsteht,