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legung von Zigarettenbetrieben auf das Land geführt. Letztere hat
sich aber in sehr engen Grenzen gehalten, weil die Arbeitslöhne bei
der Zigarettenfabrikation einen relativ geringen Teil der Gesamtkosten
ausmachen und darum die Attraktionskraft des niederen
Lohnes auf den Standort der Produktion nur eine sehr beschränkte
Wirkung auszuüben vermag.
Es zeigt sich deshalb auch heute noch, wie schon bisher, eine
starke Konzentration der Zigarettenproduktion an wenigen großen
Plätzen (Dresden, Berlin usw.), unterstützt durch das Vorhandensein von
Neben- und Hilfsindustrien und zahlreichen geeigneten Arbeitskräften,
dann aber auch durch den leichten Bezug des Rohmaterials und
die Nähe des Absatzmarktes (Berlin, Breslau, Hamburg usw.). Neben
dieser lokalen Konzentration fällt die Betriebskonzentration in wenigen
sehr großen Unternehmungen, die namentlich durch die immer
weiter gehende Verwendung von Maschinen gefördert worden ist,
ins Gewicht. So erklärt sich das bisher freilich vergeblich gewesene
Bemühen des amerikanischen Tabaktrustes, die gesamte deutsche
Zigarettenfabrikation in seiner Hand zu monopolisieren.
Unsere Untersuchung der heutigen Fabrikationsverhältnisse hat
zunächst ergeben, daß die Produktion des wichtigsten Rohmaterials,
dessen die Zigarettenindustrie bedarf, des türkischen Tabaks, durch
die Natur auf eng begrenzte Gebiete beschränkt ist, dort aber höchst
dezentralisiert durch eine große Anzahl kleiner Bauern erfolgt.
Ersteres hat zur Folge gehabt, daß die Produktion nicht in einem
der enorm gewachsenen Nachfrage entsprechenden Maße hat ausgedehnt
werden können und daß es deshalb zu Preissteigerungen
gekommen ist. Letzteres ist die natürliche Folge des zersplitterten
Landbesitzes in den Anbaugebieten sowie der besonderen Eignung
der Tabakkultur zum Kleinbetrieb. Die dezentralisierte Produktionsweise
hat besondere Organe zur Absatzvermittelung notwendig gemacht,
da die vielen kleinen Produzenten aus wirtschaftlichen
und sachlichen Gründen nicht einzeln mit den ausländischen Fabrikanten
in Geschäftsverbindung treten konnten. Es hat sich deshalb
zwischen Produzenten und Fabrikanten der Tabakhändler eingeschoben,
der die kleinen Vorräte der einzelnen Rohtabakproduzenten
gleichsam in großen Becken ansammelt, um sie dann in großen
Posten ins Ausland abzuführen und dort in gewünschten Mengen
und Zusammenstellungen an die Weiterverarbeitung abzugeben.
Die Zigarettenfabrikation selbst erfolgt heute vorwiegend auf
mechanischem Wege. Nur das Stopfen der Zigaretten muß noch
bei den besseren Sorten mit der Hand vollzogen werden. Zum