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Fragen wir schließlich noch nach der Produktionsver
billigung, die die Maschine gegenüber der Handarbeit gewährt,
so erhalten wir hierüber durch folgende Berechnung Aufschluß:
Ein Maschinenführer kann vier Maschinen bedienen. Er erhält
durchschnittlich vierzig Mark pro Woche; auf eine Maschine kommen
demnach zehn Mark. Hierzu kommt noch eine Tabakauflegerin,
die pro Woche durchschnittlich dreizehn Mark erhält, und eine
Zigarettenabnehmerin mit dem gleichen Lohne. Es ergeben sich
also pro Maschine für lebendige Kraft wöchentlich sechsunddreißig
Mark, pro Tag sechs Mark. Setzen wir die Tagesproduktion einer
Zigarettenmaschine mit sechzigtausend Stück in Rechnung (dies ist
der Durchschnitt), so ergibt sich, daß für lebendige Kraft bei
Maschinenarbeit pro Mille Zigaretten zehn Pfennig bezahlt werden.
Hinzu kommen noch die Beträge für Amortisation, Kraft, Repara
turen usw., die von fachmännischer Seite auf mindestens sechzig
Pfennig veranschlagt werden. Hiernach stellen sich die Kosten der
eigentlichen Anfertigung bei Maschinenzigaretten auf ingesamt siebzig
Pfennig pro Mille, was gegenüber der Handarbeit, die im Reichs
durchschnitt mit 2,30 Mk. pro Mille bezahlt wird, eine Produktions
verbilligung von über zwei Drittel darstellt.
Um sich diesen Vorteil der Maschinenarbeit auch nutzbar zu
machen und so in billigen Preislagen überhaupt konkurrenzfähig zu
bleiben, pflegen kleinere und mittlere Fabrikanten, deren Mittel die
Anschaffung von Maschinen nicht erlauben, Maschinenzigaretten von
anderen Betrieben zu beziehen. Es gibt in Deutschland mehrere
Fabriken, die nur wieder für andere Fabriken, die keine Maschinen
zur Verfügung haben, auf maschinellem Wege Zigaretten hersteilen.
Diese Betriebe haben zum Teil eine enorme Jahresproduktion, ohne
daß überhaupt irgend jemand außer den beteiligten Kreisen etwas
von ihrer Existenz weiß, weil ihre Produkte alle unter den Namen
ihrer Auftraggeber in die Welt hinausgehen. Teilweise betreiben sie
die maschinelle Herstellung der Zigaretten als Lohnwerk — der auf
traggebende Fabrikant liefert Tabak und Papier selbst und zahlt pro
Tausend hergestellter Zigaretten einen bestimmten Betrag, jetzt ge
wöhnlich eine Mark — oder Tabak und Papier werden vom
Maschinenzigaretten-Fabrikanten selbst geliefert, und der Fabrikant,
der die Ware bestellt hat, ist lediglich Abnehmer der auf seine An
weisung hin hergestellten Fabrikate.
Da den Maschinenzigaretten mancherlei Mängel anhaften, die
Handanfertigung in der Fabrik aber für ganz billige Fabrikate
zu kostspielig ist, so wählt man, um den Konsumenten für wenig