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Inlandsverkauf. Die österreichische Regie hofft jedenfalls dadurch,
daß sie diese Marke besonders preiswert gestaltet, auch für ihre
anderen Fabrikate in Deutschland Freunde zu gewinnen, wie sie
denn überhaupt in letzter Zeit die allergrößten Anstrengungen ge
macht hat, um ihr Exportgeschäft nach Deutschland, ungeachtet
des erhöhten Zolles und der Banderolensteuer, zu vergrößern.
Aufmerksame Beobachter konnten wahrnehmen, daß gerade in den
letzten Jahren die Zahl der Tabakgeschäfte außerordentlich stark
zugenommen hat, die an ihren Läden das gelbe Schild mit der
Aufschrift „Verschleiß der k. k. österreichischen Tabakfabrikate“
angebracht haben.
Es ist deshalb nicht zu verwundern, daß der Import öster
reichischer Zigaretten auch nach Einführung des Zigaretten-Steuer-
gesetzes noch zugenommen hat. Ein wesentlicher Rückgang
des Importes ist dagegen seit jenem Zeitpunkte bei den ägyptischen
und russischen Fabrikaten eingetreten; von diesen wird jetzt in
der Hauptsache nur noch bessere Ware importiert, die die Zoll
belastung leichter tragen kann.
Zum Vertriebe ihrer Produkte haben die großen ägyptischen
Zigarettenfabriken Zweigniederlassungen in Deutschland errichtet,
die sich in Hamburg und Bremen befinden. Die russischen Fabri
ken haben meistens in Berlin ihre Hauptvertreter, während der
Hauptverlag der k. k. österreichischen Tabak-Regie in München
seinen Sitz hat.
In den letzten neunundzwanzig Jahren wurden folgende Mengen
von Zigaretten eingeführt:
Davon aus:
Österreich-Ungarn
Rußland
Ägypten
Jahr
ZU
ZU
ZU
ZU
Tonnen
Millionen
Mark
Tonnen
Millionen
Mark
Tonnen
Millionen
Mark
Tonnen
Millionen
Mark
1880
25
0,4
3
0,1
ii
0,2
—
—
1881
25
0,5
4
0,1
u
0,2
—
—
1882
28
0,5
3
0,1
12
0,2
—
—
1883
30
0,5
4
0,1
11
0,2
—
—
1884
37
0,7
5
0,1
14
0,2
i
?
1885
45
0,6
7
0,1
12
0,2
2
?•
1886
48
0,7
8
0,1
14
0,2
4
0,1
1887
55
0,8
11
0,2
15
0,2
6
0,1
1888
65
0,8
16
0,2
17
0,2
11
0,1
1889
80
1,0
18
0,2
19
0,2
20
0,2
i 3