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sie beide hinfort eins sein wollten in Arbeit und Gefahr,
daß auch sie mit ihm die Wagnisse des Krieges und die
Sorgen des Friedens tragen wollte. Ein Volk, von dem ein
Schriftsteller uns berichtet, daß seine Frauen nicht bloß
die Geschlechter gebären, an ihrer Brust nähren und ohne
fremde Hilfe großziehen, sondern auch die ganze Bewirt
schaftung von Haus und Land übernehmen, damit die
Männer für Krieg und Jagd frei seien. Suetonius erzählt
uns, daß Kaiser Augustus als Geiseln von einem Stamm
dieses Volkes Frauen, nicht Männer nahm, weil er aus Er
fahrung wußte, daß jene angesehener wären. Und Strabo
spricht davon, daß die germanischen Völker den Verstand
ihrer Frauen so hoch schätzen, daß sie diese als erleuchtet
ansehen und in keinen Krieg ziehen und nichts Großes
unternehmen, ohne ihren Rat und ihre Meinung gehört zu
haben. Von den Frauen der Zimbem, die ihre Männer bei
Idem Einfall in Italien begleiteten, schritten manche bar
fuß inmitten des Zuges; kenntlich durch ihre lichten Haare
und weißen Gewänder, galten sie als Seherinnen, und Flo-
rus sagt von ihnen bei Beschreibung eines römischen Sie
ges: „Nicht weniger heftig und hartnäckig war der Kampf
mit den Frauen der Besiegten. Mit ihren Karren und Wa
gen bildeten sie eine Schlachtenreihe, und von dieser er
höhten Stellung verfolgten sie, wie von Festungstürmen
aus, die Römer mit ihren Streitäxten und Lanzen*. Ihr
Tod war so glorreich wie ihr Kampfesmut. Als sie alles
verloren sahen, erdrosselten sie ihre Kinder und töteten
sich selbst in gegenseitigem Schlachten oder knüpften
sich mit ihren Haarbändern an die Äste der Bäume oder
an das Dach des Wagens auf.“ Valerius Maximus sagt
von diesen Frauen: „Hätten die Götter am Tage der
Schlacht die Männer mit gleichem Mut erfüllt, so hätte
Marius sich niemals eines Sieges über die Teutonen rüh
* Die südafrikanischen Burenfrauen scheinen nach zweitausend Jahren
die Taktik ihrer Ahninnen noch nicht ganz vergessen zu haben.