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Finanzielle Maßnahmen zum Abbau der Preise.
nur unerheblich gesteigert werden konnten, kann man freilich
nur von einer Verlustminderung, von einer Wiederanpassung an
die früheren Verhältnisse sprechen. Bei den zahlreichen Pensionären,
den unteren und mittleren Beamten sowie bei vielen kleinen Rent
nern wird dies der Fall sein. Dagegen sind die Löhne der Arbeiter
und die Gehälter der Angestellten inzwischen mehr oder weniger
den hohen Preisen angepaßt worden. Diese Klassen von Personen
werden zunächst bei einer rückläufigen Preisbewegung Vorteile
haben, weil sie sich selbstverständlich mit aller Kraft gegen die
Herabsetzung ihrer Bezüge wehren werden. Auf Grund ihres
politischen Einflusses werden sie das auch mit einem gewissen
Erfolg tun können. Zwar sieht der eine oder andere der jetzt
abgeschlossenen Tarifverträge bereits den Abbau der Löhne für den
Fall der Preissenkung vor. Doch wird man dieser Klausel keine
allzu große Bedeutung beizulegen brauchen. Auf die Dauer würde
aber das Festhalten an den hohen Löhnen nicht möglich sein. Denn
erstlich würde die Preissenkung, von der hier ausgegangen ist,
nicht ohne entsprechende Senkung der Löhne, zum mindesten
der außergewöhnlich hohen, undenkbar sein, und zweitens würden
die Schwierigkeiten, die sich für die Unternehmer ergäben,
zweifellos zum Zusammenbruch der Produktion führen. Wenn
nämlich die Waren im Preise sinken, wenn alle realen Güter im
Werte fallen, dann wird es für den Unternehmer schwierig, eine
Kalkulationsgrundlage für seine Produktion zu finden. Er weiß
nicht mehr, welchen Preis er für seine Waren erzielen wird. Er
wartet ab, schränkt die Produktion ein, und die Folgen wären:
weniger Waren, aber auch Arbeitslosigkeit, steigende Erwerbs
losenfürsorge und schließlich wieder steigende Preise oder zum
mindesten Einhalt der Preissenkung. Theoretisch würden bei
einer Geldwerterhöhung diejenigen Besitzer von Waren oder Pro
duktionsanlagen oder landwirtschaftlichen Gütern besonders
großen Schaden erleiden, die ihr doppelt und dreifach gutes
Friedensgeld während des Krieges zum Ankauf dieser Dinge ver
wendet hätten und jetzt nur Teile ihrer Auslagen in dem neuen
Gelde zurückerhalten könnten. Praktisch deuten aber die Schwie
rigkeiten, die den Unternehmern entstehen und die auf die Pro
duktion zurückwirken, daraufhin, daß die Preisherabsetzungen
in Wirklichkeit, wenn sie für die gröbsten vorangegangenen
Steigerungen erfolgt sind, für die Allgemeinheit der Waren