Geldwerterhöhung oder Geldentwertung?
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Konsum, und endlich — für Deutschland besonders wichtig —
die Art und Gestaltung des internationalen Güter-, Dienste- und
Kapitalaustausches. Die Aufzählung dieser unbestimmten Größen
zeigt, daß die Preisentwicklung noch vollkommen im Dunkeln hegt.
Nur soviel scheint festzustehen: daß in der ersten Zeit nach Ein
tritt des Friedens die über Gebühr hoch getriebenen Preise einzelner
Waren sinken werden, und daß ein längerer Zeitraum verstreichen
wird, bis eine gewisse allgemeine Stetigkeit der Preise eingetreten ist.
c) Auf den baldigen Eintritt stetiger Preise ist'jedoch größeres
Gewicht zu legen als auf die Erreichung eines irgendwann zu er
wartenden Niedrigststandes der Preise. Die Schwankungen der
Preise sind es, die die große Unruhe in die Volkswirtschaft bringen
und die Wirtschaftsführung der einzelnen, sowohl der Erwerbs
wirtschaften als auch der Verbrauchswirtschaften empfindhch
stören. Sie sind es, die die Lust am Spekuheren schüren, die Aus
dehnung der Spekulationstätigkeit fördern und die Lust zur ehr
lichen Arbeit untergraben. Erst eine gewisse Stetigkeit der Preise
schafft die Grundlagen für eine scharfe und gerechte Kalkulation
der Pi eise für die Erzeugung von Gütern; sie erst trägt dazu bei,
daß die Preiszuschläge im Handel allgemein auf ein erträgliches
und volkswirtschaftlich berechtigtes Maß zurückgehen. So wird
wohl übereinstimmend die Forderung aufgestellt: daß das Interesse
der Volkswirtschaft nach einer baldigen Beseitigung der Preis
schwankungen, nach der Wiedererlangung stetiger Preise, größer
sei, als das nach Erreichung eines möglichst niedrigen Preisstandes.
Denn auch bei hohen Preisen sei ein Gedeihen der Volkswirtschaft
möglich (und wird die Finanzgebarung der öffentlichen Körper
schaften erleichtert).
d) Da die Preisentwicklung in Deutschland bis zum Friedens
schluß unter dem Einfluß ganz ungewöhnlicher Zustände (einer
belagerten Festung) gestanden hat, die weitere Entwicklung der
Preise infolge Fortfalls mancher störenden Kriegsmaßnahmen
zweifellos zunächst unter der Tendenz einer Senkung stehen wird,
so braucht der Wunsch nach einer Befestigung der Preise nicht
dahin zu gehen, daß sie im jetzigen Augenblick einzutreten habe,
daß nun gerade der bis zum Friedensschluß entstandene Hoch
stand der Geldentwertung verewigt werde. Die Erfüllung dieses
Wunsches müßte auch aus sachlichen Gründen abgelehnt werden.
Abgesehen von der nicht unwichtigen Tatsache, daß sich durchaus