44-Stunden-Woche die Bautischler und Zimmerer, Betonarbeiter,
Buch- und Akzidenzsetzer, Setzmaschinenoperateure, Elektro-
monteure, Installateure, Stein- und Marmorhauer, Kesselschmiede
und Dampfkesselmonteure und die Eisenkonstruktionsarbeiter.
Die Anstreicher, die ebenfalls die 44-Stunden-Woche haben, ar-
beiten in Boston, New York und vier weiteren Städten nur
40 Stunden. Die Verputzer und deren Hilfsarbeiter haben ebenfalls
neben der regulären 44-Stunden-Woche in einer Reihe von Städten
allgemein die 40-Stunden-Woche. Die Former und Metallgiesser
arbeiten in zwei Dritteln aller grösseren Städte des Landes gleich-
falls 44, in den übrigen 48 Stunden. Die Zeitungsdrucker arbeiten
in 27 Städten 42 bis 44, in 8 Städten 44 bis 46, in 34 Städten
48 Stunden. In den gewerkschaftlich organisierten Unternehmungen
des Bergbaues wird sowohl unter Tage als auch über Tage acht
Stunden gearbeitet und täglich nur eine Schicht (keine Nacht-
schicht) verfahren. So ist es wenigstens in den bedeutenden
Kohlenbezirken der Industriestaaten Pennsylvania und Illinois
durchgeführt. Auch im Bäcker- und Brauergewerbe herrscht der
Achtstundentag. Diesen haben ausserdem die Staatsarbeiter und
die meisten Gemeindearbeiter. Letztere arbeiten vereinzelt und
stellenweise aber auch neun und zehn Stunden. In der Eisen- und
Stahlerzeugung besteht, wie wir in den Bethlehem-Stahlwerken
sahen, und wie auch für den Landesdurchschnitt festgestellt ist,
auch jetzt noch etwa der Neunstundentag, nachdem in dieser
Industrie vor etwa drei Jahren die zwölfstündige Doppelschicht
abgeschafft wurde unter dem Druck der öffentlichen Meinung und
der indirekten Einwirkung der Gewerkschaften. Letztere sind in
den Eisenhütten und Stahlwerken selbst so gut wie gar nicht ver-
treten. Während der Kriegszeit wurden auch in Bethlehem An-
strengungen zur gewerkschaftlichen Organisierung gemacht, die
aber in der Folge vom Unternehmertum, das in diesem Kampfe
vereint mit der Geistlichkeit und den Behörden der Verwaltung
vorging, wieder zerstört wurden. Alle Mittel der Spionage und
Provokation, alle Besänftigungsversuche mit Hilfe der Schon be-
schriebenen Wohlfahrtseinrichtungen wurden in diesem Feldzuge
eingesetzt. Von der verarbeitenden Metallindustrie kann ebenfalls
gesagt werden, dass in den meisten unorganisierten Unter-
nehmungen neun Stunden gearbeitet wird. Dort zeigt sich am
deutlichsten die unmittelbare Wechselbeziehung zwischen gewerk-
schaftlichem Einfluss und Dauer der Arbeitszeit. In den organi-
sierten Betrieben wird nicht über 48 Stunden pro Woche, oft da-
gegen nur 44 Stunden gearbeitet. Eine Ausnahme macht von den
grösseren Werken nur der Betrieb von Ford, der, obwohl dem
gewerkschaftlichen Einfluss verschlossen, dennoch den Acht-
stundentag konsequent durchgeführt hat,
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