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Gotha —
Branntwein und Sprit, Fische, Speck; in
der Ausfuhr : Zündhölzer, Papier, Faßdau
ben, Tischlerwaren, Zinkblende, Rinder
(3226StüM,Butterrc. An Transitgütern
wurden 1878 nach Stockholm, Norrlo-
ping, Malmö, Karlstad u. a. 63,259 Kolli
gesandt. — Die Handelsflotte der
Stadt zählte 1879: 149 Segelschiffe von
61,484 Ton. und 73 Dampfschiffe von
21,769 I. 1878 liefen ein: 1835 @#fe
von 519,231 T., aus: 1892 Schiffe von
528,027 T. ; 1880 liefen 99 deutsche Schiffe
(8 Dampfer) von 15,754 T. ein. — Platz
gebräuche. Hafer wird für 20 Pfd. Ge
wicht verkauft. Die Verkäufe erfolgen
meist auf 6 Monate Kredit, doch werden
-Kaffee, Zucker, Garn rc. auch für bar ver
kauft. Wechselkurse werden notiert auf
Hamburg, London, Paris, Amsterdam und
Berlin 90 Tage dato und kurze Sicht nach
den Normen von Stockholm.
Gotha, Hauptstadt des Herzogtums
Sachsen-Koburg-Gotha, an der Thü
ringischen Eisenbahn; (1880) 26,339 Einw.
Vicekonsnlat für Brasilien. — Die I n d n -
strie ist sehr vielseitig vertreten, Gothaer
Würste und Schinken werden durch ganz
Deutschland verschickt; auch ist die Stadt
einer der lebhaftesten Handels * und Spe
ditionsplätze Thüringens. Unter den In
stituten ist Perthes' geographifcheSJnstitut
in erster Linie;u nennen. — Kredit
wesen. Es bestehen hier: die Privatbank
zu G. (Kapital: 5,400,000Mk.), Deutsche
Grnndkreditbank (Kapital: 10,500,000
Mk.), Gewerbcbank zu GcheingetragcneGe-
nossenschaft). Feuerversicherungs- und Le-
bensversicherungsgesellfchaft.—Ein Woll-
markt (drei Tage)wirdMitteJuni gehalten.
Gracioza (S a n t aCruz da G.), Ort
auf der portug. Insel G. (Azoren); (W8)
2312 Einw. Deutsche Konsnlaragcntur
(ressortiert von Terceira).
Granada, Hauptstadt der gleichnami
gen span. Provinz (Andalusien), an der
Bahn Cordova-G. (Zweig der Spanischen
Südbahn); (1877) 76,108 Einw. Deut
sches Bicekonfttlat. — Die Industrie
umfaßt: Wollspinnerei und Wollweberei,
Leinweberei, Gerberei, Papierfabrikation,
Seidenspinnerei und Seidenweberei,Sohl
lederfabrikation sowie Töpferei. In der
Greenock.
Provinz werden Rohzucker und Sprit in
großem Maßstab fabriziert; schlesische
Runkelrübe ist mit gutem Erfolg angebaut.
Die Zuckerproduktion repräsentiert einen
Wert von 9,2 Mill. Mk., die von Sprit'
eine Summe von 600,000 Ton. Haupt-
aussilhrartikcl ist Esparto (Halfagras),
dessen Produktion 83 Mill, kg ergibt;
Hauptmarkt dafür ist England, im'In
land wird es zu Seilen, Matten, Körben,
Sandalen rc. verarbeitet. Die Werte der
Einfuhr wie der Ausfuhr sind nicht genau
anzugeben; man schätzt die erstere auf
6—8 Mill. Mk., die zweite auf 16 Mill.
Mk. jährlich. — Es besteht hier weder ein
Handelsgericht noch ein Kreditinstitut.
Kurse werden nur auf London, Paris
und Marseille notiert.
Grangemouth (spr. grchndschmvth), See
stadt in der schott. Grafschaft Stirling, an
der Mündung des Clydekanals und des
Flusses Carrón in den Forth; (mi) 2659
Einw. Deutsches Vicekonsnlat (Amtsbe
zirk: G., Alloa, Clackmannan, Kennctpans
und Boneß). — In den guten, für große
Seeschiffe geeigneten Binnenhafen liefen
1879 ein: 168 deutsche Schiffe von 27,515
Ton. Zum Hafen gehörten 57Schiffe von
9521 T. Die Einfuhr (zum großen Teil
deutsch): Balken, Dielen, Stäbe, Gru
benholz und Eisenbahnschwellen, wertete
1879: 16,364,640 WH., bie m##-
(0tewro^Ic) 6,885,540 WH.
Graz, Hauptstadt des österreich. Kron-
landS Steiermark, an der G.-Köflachcr
uitb der Ungarischen West- und Südbahn;
(1880) 93,851 Einw. Handels- und Ge
werbekammer, Merkantil- und Wechsel-
gericht; Filiale der Österr.-Ungar. Bank,
Steiermark. Eskomptebank. Fabriken für
Walzeisen, Stahl, Papier rc.; lebhafter
Handel mit Triest, Ungaril und der Tür
kei. Jährlich ein größerer Markt (Mitt
fastenmarkt), auch für den Großhandel.
Great Grimsby, s. Grimsby.
Great Yarmouth, s. Barmouth.
Greenock (spr. grih-), Seehafenstadt in
der schott. Grafschaft Renfrew, unterhalb
Glasgow, links am 7 km breiten Clyde
und der Kaledonischen Eisenbahn; (1876)
70,192 Einw. Ressort des deutschen Kon
suls in Glasgow; Bank of Scotland,