Full text : Lexikon der Handelsgeographie

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Glauchau  —  Goldküste.

4030  So»,  uiib  1879:57751.  9#e&u  bie
Hälfte  dieses  Exports  geht  nach  britischen
Besitzungen,  dann  nach  Frankreich,  Italici:, ­
  Brasilien,  Rußland,  Spanien.  Wie
ersichtlich,  ist  diese  Ausfuhr  aber  im  Rückgang. ­
  Dasselbe  fand  im  Noheisenhandel
statt,  bis  die  gesteigerte  Nachfrage  auö
Amerika  und  größere  Inanspruchnahme
der  Schiffswerften  dasGeschäft  Ende  1879
belebteil.  Der  Export  nach  dem  Ausland
betrug  1877:  295,090  Ton.  und  1878:
249,900  T.  Hier  steht  Deutschland  als
Hauptabnehmer  obenan  (1877:  69,470
T.,  1878:  63,135  T.);  es  folgen  die
Niederlande,  Vereinigten  Staaten,  Frankreich,
  Italien,  Rußland,  Belgien.
Die  Schiffahrt  litt  früher  unter  der
geringen  Tiefe  des  Clyde,  weshalb  Port
G.  27  Ion  unterhalb  der  Stadt  gegründet ­
  wurde;  jetzt  fönneu  Schisse  voir  5  m
Tiefgang  am  Kai  in  G.  anlegen.  Es
liefen  mit  Einschluß  der  Küstenfahrer  ein  :

Fahrzeuge

Segelschiffe.
Dampfschiffe
Zusammen:

1878
Schiffe  I  Tonnen

2727
13210

457290
2154733

1879
Schiffe  I  Tonnen

2213
14052

393081
2280870

10205  2  080557

15937  ¡2012023
Von  deutschen  Schiffen  frequentierten
1878:  84,  1879  nur  69  die  Clydehäfen,
darunter  die  vorher  erwähnten  neu  erbauten ­
  8  Dampfschiffe.  Die  Reederei
der  Stadt  zählte  1879:  1175  Seeschiffe
von  760,913  Ton.  Gehalt.  —  Platzgebräuche. ­
  Getreide  und  Hülsenfrüchte
verkauft  man  nach  dem  Voll  (%  Quarter) ­
  und  dem  Barrel  (für  Weizen  15
Stones  zu  16  Pfd.,  Gerste  20,  Hafer  und
Bohnen  16Va,  Erbsen  17  Va  Stones),
Weizenmehl  nach  den:  Barrel,  Ton  oder
@act  (196  ,  2240,  280  #b.),  für
das  Ton  und  gegen  bar.
Glauchau,  Fabrikstadt  im  Königreich
Sachsen  (nächstChemnitz  die  bedeutendste),
an  der  Zwickaner  Mulde  und  der  Dresden-Hofer ­
  Staatsbahn;  (isso)  21,363
Einw.  Hauptsteueramt;  Filiale  der  Sächsischen ­
  Bank  zu  Dresden,  Spar-  und
Kreditbank  (eingetragene  Genossenschaft).
Besonders  wichtig  ist  die  Fabrikation  von
wollenen  und  halbwollenen  Damenkleiderstoffett ­

  (Nouveautees)  »üb  Tüchern;  in
und  außerhalb  derStadt  (selbst  in  Bayern)
arbeiten  für  G.  12,000  Stühle,  jährlich
werden  für  36—45  Mill.  Mk.  Waren
ausgeführt.  Daneben  ausgezeichnete  Färbereien, ­
  Appreturanstalten,  Druckereien  rc.
Gleiwitz,  Fabrikstadt  im  preuß.  Regierungsbezirk ­
  Oppeln,  an  der  Oberschlesischcn
Eisenbahn;  (isso)  14,879  Einw.  Reichsbankstelle ­
  (1880:  Gesamtumsatz  298,4
Mill.  Mk.),  Filiale  der  Breslauer  Wcchslerbank.
  G.  ist  Mittelpunkt  des  kommerziellen ­
  Verkehrs  der  Bergwerks-  und  Hüttendistrikte ­
  Oberschlesiens;  das  königliche
Hüttenwerk  Gleiwitzer  Hütte  beschäftigt
ca.  800  Arbeiter;  außerdem  Maschineiibau,
  Eisengießerei,  Mühlenwcrke  u.  a.
Gloucester  (fpr.  glosst'r),  Hauptstadt  der
gleichnamigen  engl.  Grafschaft,  am  Severn ­
  und  der  Great  Western-Eisenbahn;
(1871)  18,341  Einw.  Deutsches  Vicekonsulat;N'atioiialPrvvincialBankosEngland.

Ende  1873  besaß  G.  225  Seeschiffe  von
9847Ton.  Eingeführt  wnrden1879  Waren
im  Wert  von  51,568,300  Mk.,  ausgeführt
(britische  Produkte)  für  1,314,180  Mk.
1879  gingen  56  deutsche  Schiffe  von  18,965
Ton.  ein  (ineist  mit  Bauholz)  und  64  aus
(meist  mit  Salz).
Goa,  portug.  Gouvernement  an  der
Westküste  Vorderindiens,  besteht  auö  den
beiden  Provinzen  Salsette  uiid  Bardes
nebst  sechs  Inseln  und  umfaßt  3748  qkm
(68,00  QM.)  mit  (1877)  444,987  Einw.,
wovon  zwei  Drittel  dem  Namen  nach
Römisch-Katholische.  Produkte  sind  hauptsächlich ­
  :  Reis,  Baumwolle,  Getreide,  Salz;
aus  Palmensaft  wird  Arrak  bereitet,  auch
Baumwollweberei  wird  betrieben.  Hauptstadt ­
  des  Gouvernements  sowie  aller  portugiesischen ­
  Besitzungen  inJndien  ist  N  e  u  -
G.  mit  10,000  Einw.  —  Münzen,  Maße
und  Gewichte  wie  in  Portugal.
Golvküstc,  eiigl.  Kolonie  in  Westafrika, ­
  am  Busen  von  Guinea,  38,850
qkm  (705  OM.)  und  (1871)  4M,000  Einw.,
mit  der  Hauptstadt  Cape  Coast  Castle.
Die  Handelsprodukte  bestehen  in  Palmöl
und  Goldstaub.  1879  wertete  die  Einfuhr
9,506,600,  die  Ausfuhr  nach  Englaiid
9,240,520  Mk.  Kolonialeinnahmc  1878:
2,101,820,  Ausgabe  1,368,200  Mk.
            
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