Produktion und Einfuhr.
621
1908
1909
1910
1911
1912
In Millionen Yards
Bunte Stoffe :
Bedruckte Stoffe und Zitz (Prints u. Chintz)
128
122
152
135
179
Cambrics (einschl. Musselins, Mulls,
Jaconets)
65
82
113
101
101
Schirtings ...............
71
76
105
86
108
Saris und Scarves
51
43
56
66 \
30 1
Dhutis und Lungis
29
28
27
113
Zwillich (Twills)
25
21
25
27
29
Drillich (Drills und Jeans)
11
iS
17
21
22
Insgesamt
472
463
591
589
68 2
Zieht man von der Gesamteinfuhr (2 986 Mill. Yards) die Wiederausfuhr
(67 Mill. Yards) ab, so verbleiben als reine Einfuhr 2 919 Mill. Yards, was mit
der indischen Produktion zusammengenommen über 5000 Mill. Yards ergeben
würde. Indessen war die Einfuhr des Jahres 1912 ganz außergewöhnlich hoch und
dürfte den üblichen Bedarf des Landes erheblich überschritten haben. Im all
gemeinen ist schon eine reine Einfuhr von 2 400 Mill. Yards als reichlich
zu betrachten. Legt man diese Menge zugrunde, so dürfte der durch
schnittliche Jahresverbrauch Indiens an Baumwollstoffen etwa 4 500 Mill. Yards
betragen, die, wie schon oben erwähnt, einen Wert von etwa 1 Milliarde Mark
darstellen. Von diesen 4500 Mill. Yards werden zurzeit etwa die Hälfte ein
geführt, und zwar fast ganz aus England, während je ein Viertel von den
indischen Handwebem und den indischen mechanischen Webereien hergestellt
werden. Wollten die mechanischen Webereien den ganzen Bedarf Indiens
decken, so müßten sie also ihre Leistung vervierfachen und statt der 90000 Web
stühle, die sie jetzt besitzen, etwa 360000 aufstellen. In der Weberei ist Indien
demnach noch weit davon entfernt, sich selbst zu genügen. Anders steht es
mit der Spinnerei. Zur Herstellung von 4500 Mill. Yards indischer Gewebe
bedürfte es ungefähr 453 000 t Garn. Augenblicklich werden in Indien auf
6,5 Mill. Spindeln 312570 t Garn gesponnen. Zu 453000 t Garn würden also
etwa 10 Mill. Spindeln genügen. Allerdings enthalten die eingeführten Stoffe
zum Teil feineres Garn als die in Indien hergestellten, und zu der gleichen
Gewichtsmenge von feinem Garn sind natürlich mehr Spindeln nötig als von
grobem. Zieht man diese Umstände mit in Berechnung, so kann man wohl
annehmen, daß etwa 13 Mill. Spindeln den gesamten Bedarf des Landes decken
würden. Während also die indische Baumwollindustrie ihre Webstühle vervier
fachen müßte, brauchte sie ihre Spindeln nur noch zu verdoppeln, um den hei
mischen Markt ganz versorgen zu können. Die Zunahme der Webstühle und
Spindeln in den letzten Jahren geht aus der Tabelle hervor. Es zeigt sich
daraus, daß die Zunahme während dieser Zeit immer geringer geworden ist.