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F. Kubat. Fr. Lehmann. K. Lenzner. W. Liebknecht. F. Lietzke
Sb. Mattutat. Th. Mehner. R. Millarg. I. Otto. L. Pakuscher.
M. Peger. W. Pfannkuch. I. Psarr. S>. Pötzsch. N. Schermig.
R. Schmidt. B. Schneider. Jul. Schneider. C. Scholz. W. Schröder.
P. Singer. I. Timm. R. Tschentscher. F. Waschowsky. Rob. Wenzels.
Sb. Werner. W. Winkelmann. S>. Wörner. L. Zaake. F. Zubeil.
Der Andrang zu den angekündigten Versammlungen war ein ungeheurer,
keines der Lokale konnte die Masse der Besucher fassen, die
Einlaß verlangten. And überall herrschte die gleiche Stimmung. Am
Morgen hatten die Zeitungen eine neue Erklärung der Ringbrauereien
gebracht, worin diese sich dagegen verwahrten, daß es sich bei ihnen um
einen von langer Land geführten Streich handle, sie seien im Gegenteil
durch das Vorgehen ihrer Arbeiter überrascht worden. Dies und daß sie
in Notwehr sich befänden, wird in längerer Auseinandersetzung nachzuweisen
versucht und schließlich erklärt, die Brauereien hätten niemals
beabsichtigt, die entlassenen Arbeiter dauernd auszusperren, seien vielmehr
bereit, sie, soweit der derzeitige Betrieb es gestatte, am 24. Mai wiedereinzustellen,
wenn bis dahin der Boykott wieder aufgehoben sei. Die
Anterzeichner des Aufrufs hätten es also selbst in der Land, die von ihnen
beklagte Schädigung von 400—500 Arbeitern wieder rückgängig zu machen
oder die Verantwortung für die weiteren Folgen auf sich zu nehmen. Das
klang nun halb und halb wie ein Rückzug, konnte aber gerade deshalb
den schon die Gemüter beherrschenden Eindruck nicht mehr abschwächen.
Im Gegenteil. Man hörte aus ihm nur die Stimme des schlechten Gewissens
und — der Furcht heraus, so daß die Geister um so mehr auf
Kampf gestimmt wurden. In den Versammlungen referierten Auer, Bebel,
Lerm. Faber, Rich. Fischer, W. Pfannkuch, Rob. Schmidt, A. Täterow,
I. Timm und Fr. Zubeil, und jeder Satz in ihren Reden, der von Kamps
sprach, ward stürmisch bejubelt. Einstimmig und mit größter Begeisterung
wurde überall die vorher ausgearbeitete Resolution angenommen, laut der
die Versammelten den Vorschlag des im „Vorwärts" veröffentlichten Aufrufs
hinsichtlich des Boykotts und der Zusammensetzung der Boykotckommission
zum Beschluß erhoben, die Sache der ausgesperrten Brauereiarbeiter zu
der ihrigen machten, diese und die im Ausstand befindlichen Böttcher in
jeder Linsicht materiell und moralisch zu unterstützen sich verpflichteten und
ihnen im Kampf für ihre Forderungen kräftig beizustehen versprachen, die
so formuliert wurden:
1. Wiedereinstellung der gemaßregelten Arbeiter in ihre alten Posten.
2. Aufrechterhaltung und Anerkennung der bestehenden Brauereiarbeiter,
organisationen.
3. Anerkennung des Arbeitsnachweises.
4. Lohnentschädigung für die ausgesperrten und gemaßregelten Arbeiter.
5. Anerkennung und Freigabe des 1. Mai als Ruhetag.
Der „Vorwärts" aber behandelte am 19. Mai in einem Leitartikel,
der überschrieben war „And da wollt' er wieder runter, und da konnt' er
aber nicht", die Ringbrauereien schon als die Lalbgeschlagenen. Die Anterzeichner
des Auftufs und mit ihnen die gesamten Berliner Arbeiter, schrieb
er in Antlvort auf die Erklärung der Ringbrauereien, „müßten große Esel
sein, wenn sie die Brauereiprotzen, die gestern noch auf stolzen Rossen