Full text: David Ricardo und die Grenzwerttheorie

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schaftlicher Kraft, Kaufkraft oder Arbeit darauf zu ver 
wenden, desto höher steigt der Wert dieser Güter. 
Damit bekommt auch auf dem Gebiet der Wirt 
schaft. das Wort Heraklits seine Bestätigung als eine 
ewige Wahrheit: „Der Streit ist Vater aller Dinge“. 
Denn der Streit mit der äußeren Natur, mit der ganzen 
Umgebung des Lebens auf Grund unserer Erkennntnis- 
und Willenskräfte ist es, was in uns die Vorstellung 
von wirtschaftlichen Werten aufkommen läßt, im Gegen 
satz zu den ethischen oder ästhetischen Werten, die 
vornehmlich durch einen Kampf „in uns“ entstehen. 
In diesem ganzen Verlauf liegt festbegründet eine 
grundsätzliche Wahrheit: Der Mensch erachtet dies als 
Wert, vor welches er mit Gegenwert treten muß, das 
als Kraft, vor welches er im Kampfe mit Gegenkraft 
treten muß. So haben wir auch auf dem Gebiete der 
Wirtschaft jenes wunderbare Spiel der Energieumsätze 
und Energieumformungen, der schließlichen Erhaltung 
der Energie. Denn alles im Universum ist ein ewiger 
Tausch von Stoff und Kraft, alles ist schließlich Aus 
geben und Einnehmen zugleich. Der Mensch nimmt 
mit seiner Kraft, nach Person und Kultur verschieden, 
an dem ewigen Stoffwechsel der Natur teil, er muß 
auch teilnehmen, wenn er überhaupt leben will, d. h. 
als Kraft, als Mikrokosmos ein Teil des Makrokosmos 
existieren will. 
Das Moment des Kraft- und Stoffausgebens inner 
halb der wirtschaftlichen Tätigkeit ist das Kostenmoment, 
das Moment des Kraft- und Stoffeinnehmens ist das 
Nutzenmoment. Wie Attraktions- und Repulsionskräfte 
das Universum Zusammenhalten, wie bei der Rotations 
bewegung der Körper Zentripetal- und Zentrifugalkräfte 
sich gegenseitig bedingen und balancieren, wie bei den 
ethischen und ästhetischen Urteilen ein gegenseitig be 
dingter Antagonismus zwischen Gut und Böse, Schön
	        
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