Full text : David Ricardo und die Grenzwerttheorie

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kosten)  als  die  zweite  Prämisse  der  gesellschaftlichen
Wertsynthese  zu  betrachten  ist.
Drittes  Kapitel.  Die  Seite  des  gesellschaftlichen
Warenaustausches,  des  Güterumlaufs,  ein  überwiegend
sozialökonomisches  Problem,  wo  Angebot  und  Nachfrage
Bedarf  und  Deckung  in  Wechselwirkung  oder  wechselseitige ­
  Verursachung  miteinander  treten.  Das  ist  der
eigentliche  Relationsbegriff  der  Wertlehre  oder  die  freie
gesellschaftliche  Synthese  in  der  Wertbildung,  wie  sie
von  den  nationalökonomischen  Theorien  der  absoluten
freien  Konkurrenz  gedacht  war.
Viertes  Kapitel.  Die  Seite  der  bewußten  zwangsgemeinschaftlichen ­
  Wertbildung.  Hier  sind  die  Einwirkungen ­
  einer  gemeinwirtschaftlichen  Gewalt,  des
Staates,  auf  die  Wertbildungsprozesse  zu  betrachten;
dann  die  Forderungen  einer  Politik  der  Sozialtaxen,
die  Begründung  von  Steuerbelastungen  nach  Gesichtspunkten ­
  einer  sozialen  Ökonomik  und  Ethik.  Das  ist
überwiegend  ein  Modalitätsbegriff  in  der  Wertlehre
oder  das  modifizierende  Moment  in  der  synthetischen
Bildung  der  Werte,  wodurch  die  gesellschaftliche  Synthese ­
  der  freien  Konkurrenz  modifiziert  wird,  überhaupt
die  zwangsgemeinschaftliche  Synthese  in  der  Wertbildung. ­

Als  leitender  Denker  auf  dem  Gebiete  der  Wertlehre, ­
  dieser  Kondensierungsformel,  sozusagen,  alles
wirtschaftlichen  Seins  und  Werdens,  aller  wirtschaftlichen
Prozesse,  ist  Ricardo  zu  erachten.  Die  folgenden
Ausführungen  werden  zu  zeigen  suchen,  mit  wie  großer
intuitiver  Gedankenkraft  dieser  beste  Synthetiker  und
Systematiker  des  nationalökonomisehen  Ideengehalts
das  Grundlegende  des  sozialökonomischen  Lebens  erfaßt
hat,  denn  auf  ihm  bauen  bewußt  oder  unbewußt  die
wissenschaftlichen  Systeme  der  Volkswirtschaft  in  der
Gegenwart.  Die  vorliegende  Abhandlung  sucht  schließ-2*

            
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