Full text : Die Entwicklung der Berliner Vorortgemeinde Kleinschönebeck-Fichtenau unter besonderer Berücksichtigung der Finanzen

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doch  auch  die  Bedeutung  der  Gemeindevermögensstatistik  nicht  unterschätzt
werden.  Sie  bietet  eine  wesentliche  Ergänzung  der  Statistik  des  Gemeindehaushalts ­
  und  das  Korrelat  zur  Statistik  des  Schuldenwesens,
für  welche  sie  geradezu  unentbehrlich  ist.
Die  ersten  Vermögensnachweisungen,  wie  sie  anläßlich  der  Aufstellung
  des  Voranschlages  zusammengestellt  wurden,  entbehren  wegen
allzu  geringer  Gründlichkeit  jedes  statistischen  Wertes;  so  ist  z.  B.  noch
nach  altem  Brauch  ein  Teil  des  Kircheneigentums  als  Gemeindevermögen
eingesetzt.
Die  Vermögensaufstellung  von  1899  weist  auf:
1.  das  Schulgrundstück  3750.—  Mk.
2.  das  Schulzendienstland  ca.  3*/ s  Morgen  ä  400  Mk.  1400.—  „
3.  die  Kirche  (hölzerner  Turm,  Schindeldach)  1275.—  „
4.  zwei  Gemeindehäuser  1050.—  „
5.  der  Gemeindeacker  (Aaskute,  Richterberg,  bei  den  Gemeindehäusern) ­
  1000.—  „
zusammen:  8475.—  5D&
Diese  wertlose  Vermögensnachweisung  änderte  sich  im  nächsten
Jahre,  mit  dem  Verkauf  eines  garnicht  aufgeführten  Gemeindegrundstücks, ­
  durch  Zunahme  des  errechneten  Vermögens  um  6000  Mk.  auf
14475  Mk.;  dieser  Betrag  wurde  auch  in  der  Aufstellung  von  1901
ausgewiesen.  Im  Jahre  1902  schied  man  das  Vermögen  in  Immobilien ­
  und  Hypotheken,  deren  Gesamtwert  unter  erstmaliger  Fortlassung
von  Kircheneigentum  durch  höhere  Einschätzung  der  Liegenschaften,  ohne
daß  sich  im  Bestand  etwas  geändert  hätte,  auf  42320  Mk.  festgestellt
wurde.  Die  Berechnung  nach  denselben  Grundsätzen  ergab  im  Jahre
1903  64220  Mk.,  1904  64430  Mk.,  1905  und  1906  infolge  des
Schulbaues  im  Dorfe  und  Ankaufs  einer  Baustelle  für  die  Schule  in
der  Kolonie  und  Ansammlung  einiger  Fonds  95062  Mk.,  1907  98128
Mk.,  1908  nach  dem  Schulbau  und  der  Kolonie  und  durch  Einsetzung
des  Friedhofs  nebst  Anlagen  144288  Mk.,  1909  151200,18  Mk.,
1910  durch  Einbeziehung  des  Betriebsfonds  und  der  Gasanstalt
346570  Mk.
Im  Jahre  1911  wurde  eine  neue  Methode  eingeführt,  die  die
öffentlichen  Straßen  als  Werte  einsetzte  und  dadurch  ein  Vermögen  von
853334,86  Mk.  und  1912  ein  Vermögen  von  968381,03  Mk.  errechnete. ­

Da  die  öffentlichen  Straßen  der  Gemeinde  weder  zur  Verfügung
stehen  noch  unmittelbar  Erträgnisse  abwerfen,  erscheint  schon  ungerechtfertigt, ­
  sämtliches  Straßenpflaster  nach  den  entstandenen  Selbstkosten  in
die  Aufstellung  einzusetzen,  vielmehr  aber  der  zurzeit  übliche  Modus,,
neben  dem  Pflasterwert  mit  durchschnittlich  50  Mk.  für  den  laufenden
            
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