Full text: Die Entwicklung der Berliner Vorortgemeinde Kleinschönebeck-Fichtenau unter besonderer Berücksichtigung der Finanzen

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Grundstücke gleichen Wert haben, zeugen, daß die Bodenpreise eine 
langsame aber stete Tendenz nach oben zeigen. 
Kartenblatt 4. 
Dieser Teil der Kleinschönebecker Gemarkung wird im Norden 
durch Kartenblatt 5 abgeschlossen. Im Westen bildet die Grenze das 
Fließ bezw. die Gemarkung Schöneiche, nach Süden hin wird der Ab 
schluß durch Kartenblatt 3 und die Königliche Forst gebildet, während 
östlich der iOrtsteil Grätzwalde (Kartenblatt 2) sich hinzieht. Über 
das ganze Gebiet ist der Bebauungsplan förmlich festgestellt, landwirt 
schaftliche Nutzung findet kaum mehr statt. 
Da jedoch genanntes Kartenblatt auch an Blatt 3 stößt, so sind 
die im nördlichen, vorher besprochenen Teile liegenden Baustellen in 
ähnlicher Entwicklung wie die auf Kartenblatt 4 zu beiden Seiten der 
von Fichtenau nach dem Dorf führenden Straße. Es mußte daher auch 
hier eine getrennte Betrachtung der Bodenpreise stattfinden; als natür 
liche Geuze der zu betrachtenden Teile wurde der von alters bestehende 
Heuweg angenommen. Wie bei Kartenblatt 2 kommen auch hier einige 
unbedeutende Verkäufe vor, deren Grundstücke sowohl auf Kartenblatt 4 
wie 2 liegen. 
a) Westlich des Heuweges. 
Jahr 
1896 
1898 
1899 
1908 
1904 
1908 
1909 
1910 
1911 
Anz. d. Umsätze 
2 
1 
8 
1 
2 
24 
8 
8 
9 
Arithm. Mittel 
0,80* 
0,70° 
1,51° 
1,59° 
1,53* 
1,41* 
1,90° 
2,44° 
2,42» 
Gewog. Mittel 
0,82* 
0,70» 
0,82 7 
1,59° 
1,59° 
1,26» 
1,57° 
2,47» 
2,34* 
Maximum 
0,83* 
0,70» 
2,74» 
1,59° 
1,77» 
2,42 2 
2,417 
2,76» 
3,77* 
Minimum 
0,78 7 
0,70» 
0,56* 
1,59° 
0,94° 
0,89* 
1,25' 
2,05° 
1,76* 
Während die Ziffern von 1896 und 1898 keine Besonderheiten 
aufweisen, liegt 1899 dem hohen arithmetischen Mittel ein Baustellen 
kauf an der Dorflage zugrunde. Das gewogene Mittel wurde dagegen 
durch den doppelten Umsatz eines Blocks von 3.75.50 da beeinflußt, 
der zu 0,56* Mk. gekauft und zu 1,02° Mk. weitergegeben wurde. 
Um denselben ungeteilten Block handelt es sich auch im Jahre 1903. 
Die Verkäufe 1904 sind Grundstücke in bevorzugter Lage, während 
die angezogenen Verkäufe von 1908 sich über den ganzen Teil westlich 
des Heuweges erstrecken; u. a. wurde von dem mehrmals umgesetzten 
Mühlengrundstück der Mühlenpark von 1.12.14 da von dem Mühlen 
besitzer zurückgekauft zum Preise von 0,89* Mk. Die Umsätze der 
letzten Jahre zeigen die ruhige Entwicklung; vielleicht lassen sich aus 
den Ziffern des Jahres 1911 die Folgen des schlechten Baumarktes 
herauslesen. 
Witt stock, Entwicklung. 
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