Das Ergebnis der am 19. September ab
geschlossenen Zeichnung auf die Kriegs
anleihe ist nach amtlicher Bekanntmachung:
„Es sind gezeichnet: Reichsanleihe
3 121 001 300 M„ darunter mit Schuld
bucheintragung und Sperre bis 15. April 1915
1198 987 700 M. Reichsschatzanwei
sungen 1 339 727 600 Mark, zusammen
4 460 728 900 M. Unter den Zeichnungen
auf Schatzanweisungen befinden sich 582,9
Millionen Mark Wahlzeichnungen, deren
Zeichner für den Fall der Ueberzeichnung
der Schatzanweisungen erklärt haben, daß
sie bereit seien, sich statt dieser auch
Reichsanleihe zuteilen zu lassen.“
Rund 4,5 Milliarden Mark hat die Zeichnung
auf die deutsche Kriegsanleihe ergeben.
Die in dieser Ziffer umschlossene Tatsache ist ein
in der Geschichte der Völker bisher unerhörtes Ereignis.
Sein Umfang und seine Wucht lassen sich auch für den
Finanzfachmann auf den ersten Blick nicht voll ermessen.
Seine Wurzeln liegen in den Tiefen des nationalen
Lebenswillens unseres Volkes. Seine Wirkung greift
weit über das finanzielle Gebiet hinüber in das Bereich
des politischen und militärischen Geschehens, das über
das Schicksal unseres Volkes entscheidet.
Um uns über die finanzielle Großtat des deutschen
Volkes klar zu werden, wollen wir zunächst festhalten:
Die 4,5 Milliarden sind kein eitler Bluff,
sondern effektives Geld.
Dies im Unterschied von den Zeichnungsergebnissen
der meisten anderen großen Anleihen und vor allem zu
dem von der Pariser Presse ins Riesenhafte aufgeblähten
„Erfolg“ der 3 1 / 2 proz. französischen Rente von Anfang
Juli dieses Jahres. 805 Millionen Franken wurden da