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mals zur Zeichnung aufgelegt. Wochenlang vor dem
Abschluß der Subskription wurde in der französischen
Presse laut verkündet, daß eine gewaltige Ueberzeicknung
gesichert sei, und daß die Zeichner nur auf die Zuteilung
von wenigen Prozenten würden rechnen können. Die
beabsichtigte Wirkung war, daß jeder, der sich tausend
Frank der neuen Rente sichern wollte, 30 000, 40 00ö
oder gar mehr zeichnete, so daß in der Tat schließlich
eine 40fache Ueberzeichnung herauskam. In Wirklich
keit war der Erfolg, wie sich alsbald nach Schluß der
Subskription an der KursentWicklung zeigte, nur ein.
mäßiger. Der Kurs ging bald unter den Emissionskurs-
herab. Nach dem Kriegsausbruch erwies es sich für die
französische Regierung als unmöglich, die noch aus-
stehenden Einzahlungen auf die Anleihe hereinzubekom
men, so daß voraussichtlich nichts übrig bleiben wird,,
als die so erfolgreiche 37 2 proz. Anleihe zu annullieren
und die bereits geleisteten Einzahlungen auf eine neu
zu emittierende 5 oder 6proz. Kriegsanleihe zu ver
rechnen.
In völligem Gegensatz zu diesem prunkenden, aber
so rasch in sich zusammengebrochenen Scheinerfolg ist
das Zeichnungsergebnis unserer Kriegsanleihe echt bis
auf die letzte Mark. Von den beiden Arten der Kriegs
anleihe war nur für die kurzfristigen Schatzscheine ein
fester Betrag vorgesehen, und zwar 1 Milliarde M.;.
hierauf sind rund 1,34 Milliarden M. ernsthafter Zeich
nungen eingegangen, bei denen auf eine möglichst volle
Zuteilung gerechnet wird. Da sich unter den Zeich
nungen auf die Schatzscheine rund 580 Millionen M„
befinden, die alternativ auf Schatzscheine oder Anleihe
lauten, werden die den festen Betrag von 1 Milliarde M.
übersteigenden Schatzschein-Zeiehnungen in Stücken der
Anleihe befriedigt werden. Die langfristige Kriegs
anleihe ist von vornherein ohne jede Beschränkung-
des Betrages der Zeichnung aufgelegt worden und
jeder Zeichner wußte, daß er auf die Zuteilung des
vollen gezeichneten Betrages zu rechnen hatte.