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— Abkehr vom Freihandel —
führen; andrerseits sollten die schuhzöllnerisch gesinnten Ko
lonien ihrerseits die Tarife zu Gunsten Englands ermäßi
gen. In diesem Kampfe politischer und wirtschaftlicher
Interessen haben die letzteren damals den Sieg davon ge
tragen. Die wichtigsten englischen Industrien, wie vor
allem der Kohlenbergbau, der Schiffsbau, die bedeutend
sten Zweige der Eisen- und Textilindustrie, hatten als
große Ausfuhrindustrien kein Interesse an Schutzzöllen,
während die Fertigindustrien unter ihnen andererseits be
fürchten mußten, durch Zölle auf Halbfabrikate eine uner
freuliche Erhöhung ihrer Produktionskosten zu erleiden.
So siegte damals der englische Freihandel Liber den briti
schen Imperialismus, das wirtschaftliche In
teresse über die mit großem Beiwerk in Szene ge
setzte politische Agitation. Die Kolonien frei
lich haben mit Ausnahme von Indien, welches be
kanntlich gezwungenermaßen freihändlerisch ist, seit län
gerer Zeit den englischen Jndustriewaren Vorzugs
zölle eingeräumt; aber vom Standpunkt der Praxis sind
diese Vorzugszölle für die englische Ausfuhr insofern viel
fach von relativ geringer Bedeutung, als die Zollsätze der
Kolonien schon an sich im Laufe der Zeit so erhöht worden
waren, daß die absolute Höhe des Zolles die Bevorzugung
der englischen Ware vor der ausländischen vielfach wieder
illusorisch machte. Man kann wohl annehmen, daß diese
Verhältnisse nach dem Kriege wesentlich anders liegen wer
den. Der Krieg hat in England und in den britischen Ko
lonien das politische Interesse gesteigert und damit beson
ders im alten Mutterlande das manchesterliche Ideal einer
rein wirtschaftsmäßigen Betrachtung aller Dinge stark zu
rückgedrängt. Charakteristisch ist in dieser Beziehung die
Stellungnahme des englischen Premierministers, Mr.
Asquith, in der denkwürdigen Parlamentsdebatte vom