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— Britische Weltmachtfaktoren —
Er schreibt: „Wenn ein deutsches oder holländisches Schiff
aus Indien, schätzebeladen, heimkehrte, mußte es, den kür
zesten Wog einschlagend, bei den englischen Wachtposten in
der Enge von Aden vorüber, durch den Suezkanal fahrend,
der in englischen Händen ist. Und wenn es glücklich im
Mittelländischen Meer war und nach Westen dampfte und
auf geradem Wege die Insel Malta passiert hatte, mußte
es wiederum erst wieder bei einem englischen Wachtposten
in der Enge von Gibraltar vorüber, um dann auch im At
lantischen Ozean und im Kanal niemals zu vergessen, daß
„England rules the waves“ .... Und wenn ein deuffches
Schiff um die Südspitze von Südamerika etwa nach den
deutschen Südseeinseln wollte, mußte es bei dem englischen
Wachtposten der Falklandinseln vorüber. Der ganze ge
waltige Schiffsverkehr aber, der von Oftasien über den In
dischen Ozean wollte, mutzte beim englischen Wachtposten
von Singapore Halt machen. Kurz, die seefahrende Nation
der Briten hat es ausgezeichnet verstanden — das werden
wir gut tun, ihnen zuzugestehen und wir, ihre Nachfolger,
können mancherlei von ihnen lernen — gerade an den ent
scheidenden Punkten der Erdkarte sich festzusetzen und Stütz
punkte und Kolonien anzulegen. Man denke auch an Hong
kong und denke vor allem an das Kap der guten Hoffnung,
das einst den Schlüssel zu Indien bildete."
Wie wenig dem Deutschen Reiche der ihm gebührende
Anteil an der Verwaltung und an den Einnahmen wichti
ger weltwirtschaftlicher Verkehrspunkte zustand, zeigt die
Tatsache, daß der deutsche Einfluß an der Verwaltung des
Suezkanals bisher auf die Besetzung einer Stelle im Ver-
waltungsrat beschränkt blieb. Annähernd die Hälfte der
Aktien der Suez-Kanal-Eesellschaft befindet sich im Besitz
der englischen Regierung, während die andere Hälfte sich in