Full text : Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland

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I.  Geschäftliche  Versicherung.

1908  .  .  .

.  .  28181  428  Mk.

1907  .  .  .

.  .  25  720  445

1906  .  .  .

.  .  23  709  438  „

1905  .  .  .

.  .  21372  595  „

1904  .  .  .

.  .  25  512  583  „

1903  .  .  .

.  .  22  641  185  „

1902  .  :  .

.  .  21503  444  „

Bei  diesen  Beträgen  ist  nicht  zu  übersehen,  daß  darin  auch  die  bezahlten ­
  Besoldungen  und  Provisionen  enthalten  sind,  die  Tausenden  von
Personen  Brot  geben.
Gehen  wir  nun  zur  Betrachtung  der  Geschäftsergebnisse  der  Gesellschaften ­
  über,  so  ist  im  voraus  zu  betonen,  daß  die  Gewinne  nicht  ausschließlich ­
  aus  Prämien  herrühren  und  es  daher  nicht  zulässig  erscheint,
ohne  weiteres  aus  der  Höhe  etwa  erzielter  Gewinne  darauf  zu  schließen,
daß  die  Prämien  unnötig  hoch  seien.  Diesem  Schluß  begegnet  man  ja
nicht  so  selten  bei  Angriffen  auf  das  private  Versicherungswesen,  zu
welchen  häufig  auch  völlig  Unkundige  erfahren  genug  zu  sein  glauben,
ohne  daß  jedoch  das  „durch  Sachkenntnis  nicht  getrübte"  Urteil  dadurch
richtiger  würde.  Es  kommen  eben  noch  andere  Quellen,  namentlich  bei
alten,  wohlfundierten  Gesellschaften,  für  die  Entstehung  eines  Überschusses
in  Betracht,  deren  Einfluß  nicht  übersehen  werden  darf.
Die  Totalüberschüsse  der  deutschen  Gesellschaften  in  Unfall  und  Haftpflicht ­
  bezifferten  1909  aus  den  Betrieben  der  genannten  Sparten
13  301  951  Mk.  Von  diesen  Überschüssen  rührten  her:
aus  Zinsen  und  Kursdifferenzen  .  6  696  360  Mk.
„  Prämien  6  605  591  „
Dieser  Überschuß  aus  Prämien  von  rund  6,6  Millionen  Mark  ist,
wenn  man  ihn  der  Prämieneinnahme  gegenüberstellt,  durchaus  nicht
hoch,  insbesondere  nicht  für  ein  riskantes  Geschäft.  Man  darf  wohl
unbedenklich  behaupten,  daß  Handel  und  Industrie  im  allgemeinen
durchweg  mit  einem  ganz  wesentlich  höheren  Nutzen  arbeiten.
Für  das  Jahr  1910  betragen  die  Gesamtüberschüsse  der  deutschen
Unfall-  und  Haftpflichtversichernugsgesellschaften  nach  den  vorläufigen  Aufstellungen ­
  13  965  705  Mk.,  wovon  6,99  Millionen  aus  Zinsen  und
Kursgewinnen  herrühren,  die  sich  aber  durch  anderweitige  Kursverluste
auf  6,94  Millionen  reduzieren,  und  7,03  Millionen  aus  Prämien.
Für  die  Vorjahre  sind  die  Ziffern  aus  nachstehender  Tabelle  ersichtlich. ­

            
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