socgung aus unmittelbarer ätähe verwiesen werden kann, noch
eine getrennte Erfassung der Anbauflächen an
Frühgemüse im Gegensatz zum Herbst- und Wintergemüse.
Letzteres war aber besonders für die Technik der Höchstpreisfest
setzung und die Durchführung der Lieferungsverträge von
Wichtigkeit.
Die Reichsstellu legte daher dem Staatssekretär des Kriegs
ernährungsamts im Frühjahr 1917 nochmals einen Antrag aus
Anordnung einer Erhebung vor, die wenigstens einigermaßen
brauchbare Unterlagen hätte liefern können. Sie hatte sich in der
Erkenntnis der Schwierigkeiten, die im Mangel an Personal und
in der ohnehin bestehenden Überlastung der Gemeindebehörden,
denen schließlich die Ausführung hätte übertragen werden müssen,
lagen, auf das äußerste Mindestmaß dessen beschränkt, was sie für
unbedingt erforderlich hielt, mußte sich aber auch von der Un-
üurchführbarkeit dieser Erhebungen in eingehenden Beratungen,
die im Kriegsernährungsamt über ihren Vorschlag gepflogen
wurden, überzeugen lassen. Die für das Jahr 1918 in der Zeit
vom 6. Mai bis 1. Juni durchzuführende Anbauflächen-
erhebung (Verordnung vom 21. März 1918, RGBl. S. 133)
sieht eine getrennte Erhebung von Runkelrüben, Kohlrüben, Mohr
rüben, Weißkohl, sonstigen Kohlarten, Zwiebeln und allen sonstigen
Gemüsearten vor. Weitere eingehende Beratungen haben auch
einen Weg gezeigt, wie wenigstens ein einigermaßen brauchbarer
Überblick über den ga r t e n m ä ß i g e n Gemüsebau
gewonnen werden kann. Eine bezügliche Umfrage unter Mithilfe
der statistischen Landesämter ist in Vorbereitung. • Wenn mitunter
die Durchführung einer Maßnahme der Reichsstelle hier und da
im Lande auf Schwierigkeiten gestoßen ist, so ist hieran nicht zu
letzt der mangelnde Überblick über die besonderen Verhältnisse der
einzelnen Erzeuger- oder Bedarfsgegenden Schuld gewesen, der
als eine Folge des Mangels an einwandfreien statistischen Unter
lagen anzusehen ist.
Auch die Statistik ü b e r d i e Preisbewegung des
Gemüses versagte fast gänzlich. Nur wenige Städte hatten dauernd
Preisnotierungen in brauchbarem Umfange zusammengestellt, ihre
Vergleichung scheiterte überdies an den gänzlich verschiedenen
Grundlagen, auf denen sie aufgebaut waren.
Trotz aller dieser Schwierigkeiten mußte —wenn auch später,
als auf anderen Gebieten der Ernährungswirtschaft — die be
hördliche Regelung eingreifen. Deutschland war Im Frieden
kein au sgesprochen G ein äse erzeugendes Land.