Full text : Berliner Banken

Das  Bankenviertel.

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stunde  beginnt  die  Auswanderung  zur  Börse.  Ein  Teil  der
Herren  Lhefs  und  der  Bankdirektoren  verläßt  schon  kurz
nach  elf  Uhr  die  Bureaus,  um  zu  frühstücken.  Die  Weinrestaurants ­
  von  Ewest  in  der  Vehrenstraße  und  Hupka
in  der  Markgrafenstraße  bilden  die  kulinarischen  Zentren
der  Berliner  Bankenwelt.  Hier  am  Frühstückstisch  wird
die  Börse  vorbereitet  und  hier  ist  schon  manches  Geschäft
von  erheblicher  Wichtigkeit  eingeleitet  worden.  Man  darf
glauben,  daß  die  Zählkellner  jener  Restaurants  manch
armem  Schlucker  an  der  Börse  durch  das,  was  sie  vom
intimen  Stammtischgespräch  erlauschen,  ein  Vermögen  verschaffen ­
  könnten.
Rach  der  Börse  kehrt  ein  Teil  der  Beamten  und
Direktoren  direkt  in  die  Bureaus  zurück.  Der  Rest
kommt  etwa  um  die  Stunde,  wo  die  Kaffen  ihre  Pforten
zu  schließen  beginnen.  Wenn  nicht  gerade  Ultimo  ist,  so
beginnt  spätestens  in  der  siebenten  Stunde  der  Exodus
der  Bankleute,  und  kurz  darauf  bemächtigt  sich  das  Vergnügen ­
  der  stillen  Straßen,  die  während  des  Tages  den
Charakter  ernster  Arbeit  und  Würde  zur  Schau  tragen.
            
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