Full text: Die Wirkung der Getreidezölle

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als der des Danziger Transitweizens. Doch ist dies keineswegs 
ausschliesslich eine Folge des Zolles, da Berlin nach den Preis 
tabellen des preussischen statistischen Bureaus auch vor der Ein 
führung des Zolles regelmässig eine positive Preisdifferenz gegen 
über Danzig aufweist. 
Der Jahresdurchschnitt des Kölner Preises (236,70) steht 
26.10 Mark über dem Danziger und der Mannheimer Preis über 
trifft den letzteren im Jahresdurchschnitt um 39.20, im December 
sogar um 45.29 Mark. Bei so grossen Unterschieden in der ört 
lichen Preisbildung ist es nicht auffallend, dass die Bewegung der 
Preise an den vier Handelsplätzen sich von Monat zu Monat keines 
wegs genau parallel bleibt, da eben an jedem selbständige Ursachen 
den Markt beeinflussen können; im Allgemeinen jedoch zeigt sich 
der Verlauf, den man erwarten durfte: sobald sich die Unzuläng 
lichkeit der Ernte klar herausgestellt hat, tritt im August überal 
ein rasches Steigen des Preises ein, dem erst im November ein 
langsamer Rückgang folgt. 
Die Haupteinfuhr hatte jedoch, was eine richtige Voraussicht 
von Seiten des Handels bekundet, schon im Juli bei noch ziemlich 
niedrigen Preisen stattgefunden. Immerhin aber ist es auffallend, 
dass in den folgenden Monaten die Ziffern der Einfuhr so unge 
wöhnlich niedrig bleiben. Es hängt dies vielleicht mit der stärkeren 
Anziehungskraft zusammen, welche um diese Zeit England auf den 
für den Weltmarkt verfügbaren Weizen ausübte. 
Nehmen wir zum Vergleich die amtlichen monatlichen Durch 
schnittspreise des englischen Weizens, die aus den Preisen einer 
grösseren Anzahl von Marktorten gebildet werden. Diese Durch 
schnitte sind immer niedriger als die Preise der am Londoner Markte 
gangbaren besseren inländischen und ausländischen Weizensorten. 
Sie können also auch nicht verwendet werden, um die absoluten 
Preisdifferenzen zwischen London und den deutschen Plätzen zu 
bestimmen, wohl aber ist man im Stande, die Ab- und Zunahme 
dieser Differenzen mit Hilfe jener Preisangaben annähernd zu er 
kennen. Rechnet man dieselben aus Quarters in metrische Tonnen 
um, was natürlich nur annähernd richtig geschehen kann (1 Quarter 
wird durchschnittlich zu 4,33 engl. Ctr. gerechnet), so erhält man 
als Mittelwerth für das ganze Jahr 210,33 Mark, also fast genau
	        
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