Contents: Die Aufgaben der Volkswirtschaftslehre als Wissenschaft

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daß „so sehr viel Geist, Zeit und Papier in den letzten 
Jahren für ein wissenschaftlich ganz irrelevantes 
Problem verschwendet wurde“. 
Man hätte wohl nun seitens meines Gegners ein reuiges 
„peccavi“ erwarten sollen. Aber da Ballod nicht nur als 
Gelehrter, sondern noch viel mehr als sozialer und wirt 
schaftlicher Reformater kämpfte, sah er gar nicht, daß seine 
Position verloren war; er hatte sich offenbar nicht einmal 
die Ruhe gegönnt, um meine kurze „Erwiderung“ gründ 
lich zu lesen. So beginnt er denn sein Schlußwort — 
unbegreiflich für den, dem die „Psychologie des politischen 
Reformators“ unbekannt ist — mit der Erklärung: „Ich 
stelle zunächst fest, daß Weber seinen Kardinal 
satz als widerlegt anerkennen muß.“ Ich stelle 
demgegenüber fest: 1. Es handelte sich gar nicht um einen, 
geschweige denn um den Kardinalsatz meiner Unter 
suchungen. 2. Ballod hat nicht einmal versucht, diesen 
für meine allgemeinen Resultate nebensächlichen Satz zu 
widerlegen, er „beweist“ nur, was ich selbst nie bestritten 
habe. 3. Er behauptet, daß ich eine Widerlegung aner 
kennen müsse, wo ich tatsächlich betone, daß ich „mehr 
denn je“ von der Richtigkeit meiner Ansicht überzeugt 
sei. Die „Praxis“ der Bodenreformer aber jubelte, die 
Wissenschaft habe ja gezeigt, daß die Resultate meiner 
Untersuchungen falsch wären, daß meine Wenigkeit nicht 
mehr recht ernst zu nehmen sei'). 
1) Die Korrespondenz des Bundes der Landwirte (Nr. 68, 1909) 
meinte sogar: „Selten ist wohl einem Vertreter der Wissenschaft eine 
derartige Abfuhr zuteil geworden, wie diese dem verdienten Berliner 
Nationalökonomen, Professor Ballod, Adolf Weber gegenüber ge 
lungen ist.“ Da ich gleichzeitig von demselben Organe als „radikal 
freihändlerisch“ gekennzeichnet werde (obwohl ich nie ein Wort für oder 
gegen den Freihandel geschrieben habe) ist meine wisssenschaftlic]
	        
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