Full text : Kritischer Beitrag zur Theorie des internationalen Handels

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Danach hätten wir vier Märkte, deren Grenzen durch konkrete
 Daten bestimmt, also für die Theorie unzugänglich sind.
Wenn von eıner Anwendung der Theorie der internationalen Werte
auf den Verkehr dieser Märkte gesprochen wird, so ist damit die
Preistheorie schlechthin gemeint. Wir haben also, um es definitiv
auszusprechen, keine Veranlassung als Theoretiker eine gesonderte
Theorie am Leben zu erhalten, die für die theoretische Erkenntnis
nur Wiederholungen ausspricht.
Ob wir vom Standpunkt „angewandter‘““ Theorie dasselbe
sagen können? Die Frage läßt sich nicht so ohne weiteres
beantworten. Wir müssen uns noch einmal besinnen, welchen
Zwecken eine solche „Anwendung“ gedient hat und eventuell
dienen könnte.
Da es kein theoretischer sein kann, wie wir endgültig konstatiert
 haben, käme also nur ein praktischer in Betracht. Unsere
Untersuchung befindet sich also in einem Stadium, in dem unsere
zweite, einleitend gestellte Frage infolge der mit der Beantwortung
der ersten Frage sich von selbst ergebenden negativen Antwort
betreffs eines selbständigen theoretischen Erkenntniszweckes nur
noch auf ein „praktisches‘“ Ziel bezogen werden kann — etwa derart,
daß, vom Standpunkt bewußten Handelns gesehen, eine auf bestimınten
 Daten aufruhende theoretische Erkenntnis regulative
Grundsätze bereitzustellen in der Lage wäre, die einer etwaigen
Wirtschaftspolitik zur Richtschnur dienen könnten.
Wir dürfen nicht verkennen, daß ein positiver Entscheid
sehr nahe liegt, daß das Bestreben, Theorie auch anzuwenden,
gleichsam natürlich ist. Es fragt sich jedoch, worauf diese Anwendung
 erfolgen soll, da wir einer graduellen Abstufung von Konkurrenzerscheinungen
 der Produktionsfaktoren gegenüberstehen,
die eine Auswahl bedingt. Theoretisch ist diese Wahl belanglos,
und außerdem eindeutig, wenn wir konsequent die einmal angenommenen
 und damit unveränderlichen Tatsachenvoraussetzungen
beibehalten. Im Sinne der „angewandten‘‘ Theorie ist jedoch
nicht nur zu entscheiden, ob im Augenblick diese oder jene Konkurrenzhemmung
 gewichtig genug ist, um sie als solche, d. 1. als
einheitsbildendes Datum anzuerkennen, sondern es ist außerdem
ein Moment zu berücksichtigen, das man gemeinhin durch den
Begriff der „Zeit“ auszudrücken pflegt und durch das die Konkurrenzabstufungen
 die Schärfe ihrer gegenseitigen Abgrenzung
            
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