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Der erste Teil unseres Satzes charakterisiert die ökonomischen
Nachteile, jener einseitigen Gleichsetzung politischer und theoretischer
Einheiten. Sie sind durch die ‚„„,Kostendifferenztheorie‘‘ Schüllers
erschöpfend behandelt worden. Die mangelnde Wirklichkeits-
nähe der Datenauswahl bewirkt eine völlige Verkennung der Um-
stände; sie verbirgt die Tatsache, daß einem Lande aus der Eröffnung
des freien Handels häufig mehr Nachteile als Vorteile erwachsen,
indem durch sie zwar ein Produktionszweig und die ihm gewidmeten
produktiven Kräfte zur Entfaltung gelangen, ein anderer oder andere
Produktionszweige dagegen teilweise oder ganz brach gelegt werden
können, so daß die entsprechenden Produktionsmittel infolge
absoluter oder relativer Unübertragbarkeit vollkommen entwertet
bzw. beschäftigungslos daliegen.
Berücksichtigt man einen längeren Zeitraum, so mögen manche
der Übertragungshindernisse fortfallen; die Konzentration der
produktiven Kräfte des Landes in Richtung auf die anfänglich
mit Eröffnung des Handels als optimal erkannten Produktions-
zweige könnte nach Überwindung gewisser Reibungsschäden be-.
werkstelligt werden. Es besteht jedoch keine Gewähr dafür, daß
nicht indessen eine Umgruppierung der internationalen Nach-
frageverhältnisse die Lagerung des Produktionsoptimums wiederum
verschoben hat, derzufolge eine neue Verteilung der Produktions-
mittel nötig wird. Gewiß sind das allgemeine Bewegungserschei-
nungen, überall auftretende Friktionsverluste, die notwendig aus
der labilen: Verfassung des Wirtschaftslebens folgen und letzthin
für jedes Unternehmen gelten — womit übrigens bestätigt wird,
daß die freie Konkurrenz überhaupt nur idealiter existiert —, es ist
jedoch vom Standpunkt der Handelspolitik von der allergrößten
Bedeutung, diese Entwicklungsschäden durch Abbiegung ihrer
extremen Spitzen zu mildern, etwa im Sinne eines der Theorie
widersprechenden, pluralistischen Ausbaues der innerhalb des
Staatsgebietes vorhandenen produktiven Kräfte.
Mit Erörterung der Frage der Bevölkerungskapazität kommen
wir dem Sinn des handelspolitischen Standpunktes noch näher.
Jede staatlich organisierte Nation zeigt erfahrungsgemäß
das Bestreben, die auf ihrem Gebiet wohnende Bevölkerung fest-
zuhalten und darüber hinaus, wenn irgend möglich, neue Bevölkerungs-
teile hinzuzugewinnen oder zum mindesten die vorhandene Zahl
durch ein überlegtes System von Schutz und Förderungsmaßnahmen
zu steigern. Der innere Antrieb zu diesem Verhalten entstammt
dem Machtwillen des Staates, der seinerseits aus dem Quell eines