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wirtschaft eine Errungenschaft der Neuzeit. If q 3
S 1:11: k:
Die physiokratische Theorie mündet in die Lehre df §pü. q! .
Smith ein. Sie und die französische Revolution wollen idem ?
ganzen mittelalterlichen System aufräumen und so au itt E.
der Beherrschung des Landes durch die Stadt. Der Freihandel, !‘!
den Smith fordert, ist auch der freie, d. h. der vom Handelsmonopol
der Städte freie Getreidehandel. Die Vorherrschaft
der Stadt soll ebenso beseitigt werden wie die grundherrliche
Gebundenheit des Bauern. In ihren ersten Antrieben und Anfängen
zeigt somit die neue Bewegung ein der Landwirtschaft
und namentlich dem Bauernstand freundliches Gesicht. Jhr Ziel
liegt zwar weiter; aber sie kam der Landwirtschaft mit zustatten.
In den Cahiers der französischen Revolution finden sich denn
auch neben den Beschwerden über grundherrlichen Druck solche
über sstädtische Vorherrschaft, weniger vielleicht über die konkrete
Bevormundung alter Art, die Beherrschung durch die
einzelne Stadt, als vielmehr über das ganze stadtwirtschaftlichmerkantilistische
System!1).
Etwa gleichaltrig mit der Lehre der Physiokraten und des
Adam Smith sind bedeutsame Fortschritte in der Technik der
Landwirtschaft. Man unternahm, das Betriebssystem zu verbessern
(Einführung der Norfolker Fruchtwechselwirtschaft), neue
Früchte?) anzubauen, der Kultur des Landes vermehrte Pflege
1) Vgl. Fr. W. Hussong, Cahiers de doléances des communautés
en I1789. Bailliages de Boulay et de Bouzonrille, Kritische Studie
zur Vorgeschichte der französischen Revolution im alten Lothringen.
Siraßburger Dissertation von 1912, S. 108 ff., 119, 123. Über das
Steuersystem des Merkantilismus, das der Landmann der Cahiers
als drückend empfand und das auch von den Physiokraten bekämpft
worden war, s. weiter O. Thiele, a. a. O. S. 517. In der Frage der
Getreideausfuhrverbote gehen die Beschwerden der einzelnen Distrikte
auseinander, je nach der wirtschaftlichen Lage der Bevölkerung,
S. 129. Natürlich bin ich mir der beschränkten Geltung der Cahiers
als historischer Quelle bewußt und übersehe auch nicht, daß in jenen
Klagen über. das merkantilistische Steuersystem etwas von der Abneigung
gegen das Steuerzahlen überhaupt steckt. – Es mag hier angemerkt
werden, daß Necker den stadtwirtschaftlichen Standpunkt
einnahm. Vgl. Fengler, a. a. O. S. 106.
2) Val. G. v. Below, Die deutsche Geschichtsschreibung S. 125.