Full text: La crise du petit commerce

Argentinien. 
industriellen und wirtschaftlichen Anlagen in eine herrschende 
Stellung. Wenn es nun auch auf argentinischem Boden 
große Werte erzeugt, so vermehren diese nicht das National- 
vermögen, sondern sie sind auswärtiger Reichtum. Die Be- 
triebe der Ausländer sind wie Inseln auf argentinischem 
Boden. Die Regierung hat die Pflicht, ihnen Schutz zu ge- 
währen durch ihre Polizei und ihre sonstigen staatlichen 
Einrichtungen, und manchmal hat sie dafür mehr Ausgaben, 
als ihr die Abgaben der Betriebe wieder einbringen. 
Gewiß ist fremdes Kapital für neue Völker nötig; in 
Form von Leihkapital eingeführt oder durch Staatsanleihen 
nutzbar gemacht, hat es an das Ausland nur die Zinsen ab- 
zuführen und die damit gemachten Gewinne verbleiben dem 
Lande. Von dem Kapital dagegen, mit dem fremde Kapita- 
listen Industrien errichten, gehen Zinsen und Gewinne ins 
Ausland und ‚es bleiben nur die Löhne der Arbeiter und 
Angestellten im Lande, sofern diese Einheimische sind. 
Es muß also in der Zukunft die Gründung einer natio- 
nalen Industrie gefördert werden, in der Weise, daß fremdes 
Kapital nur noch als Leihkapital dem Lande zugeführt 
wird, um den Einheimischen die Gründung von Fabriken 
usw. zu ermöglichen, während eine Ausdehnung. der fremden 
Betriebe auf argentinischem Boden für eigene Rechnung 
unbedingt zu verhindern ist. Ebenso ist zu versuchen, mög- 
lichst viele der fremden Betriebe anzukaufen. Auf diese 
Weise könnte die ausländische Herrschaft allmählich ver- 
ringert und Argentinien der wirtschaftlichen Unabhängigkeit 
vom Auslande langsam entgegengeführt werden. In Japan 
ist die Erwerbung von Land oder die Gründung von Indu- 
strien durch Ausländer verboten und das fremde Kapital nur 
als Leihkapital zugelassen. Aber allerdings wird dieses Land 
von einem viel geschäftsgewandteren und energischeren 
Volke bewohnt, als es die indolenten Kreolen sind,. und des- 
halb läßt dort die Ausschließung des fremden Elementes in 
der Produktion die Einheimischen nichts vermissen, wäh- 
rend in Argentinien ‚ohne die Ausländer so gut wie nichts 
geleistet würde und vorhanden wäre. 
Aufgeben des fiskalischen Systems, Besserung der Lage 
der breiten Volksmasse und dadurch Heranziehung und 
Seßhaftmachung der Einwanderung; Kapitalbildung und Ein- 
schränkung des ausländischen Einflusses, das sind die drei 
Hauptelemente für einen wirklichen wirtschaftlichen Auf- 
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