konnte, ohne nach einem Sitz im Parlament zu schielen,
ging über das Fassungvermögen dieser Leute hinaus, die
nicht ahnten, wie gering der Nährstand die Tätigkeit von
Berufpolitikern einzuschätzen pflegt.
Andere Blätter haben rückhaltlos für die Bauhandwerker
Partei genommen. Die Deutsche Warte schrieb
damals: Es sei dringend zu wünschen, daß in diesen allem
Recht hohnsprechenden Zuständen Ordnung geschaffen
werde. Es biete sich hier der Regierung eine Gelegenheit,
ihre Fürsorge für den Mittelstand zu betätigen. Möge sie
sie benutzen. Die Allgemeine Bürgerzeitung in Duisburg
druckte die Petition, die sämtlichen Mitgliedern des
Reichstages und Landtages und vielen Zeitungen zugeschickt
worden war, fast ganz ab und schloß sich dem Urteile
der Deutschen Warte an. Der Reichsherold schrieb: Es
wäre eine Schande, wenn diese Forderungen nicht berücksichtigt
werden sollten. Die Stralsundische Zeitung schrieb:
Die Petition gehe dem immer dreister um sich greifendem
Bauschwindel, durch den das Handwerk in schlimmster
Weise geschädigt werde, energisch zu Leibe. In der Tat
liege ein dringendes Bedürfnis dafür vor, daß endlich
etwas auf gesetlichem Wege getan würde, um auch dieser
Art von Schwindel ein Ende zu machen.
rofessor Gustav Schm oll e r hatte früher recht un-P
günstig über die von Henry George eingeleitete Bewegung
geurteilt. Ich war inzwischen mit ihm im Staatsrat
bekannt geworden, zu dessen Mitgliedern er zählte,
und er hat damals die Freundlichkeit gehabt, in sein
Jahrbuch für Gesetzgebung, Verwaltung und Volkswirtschaft
einen Aufsatz von mir über das Vorrecht der Bauhandwerker
aufzunehmen (Jahrbuch 1892 S. 277). Es
ist die erste Abhandlung gewesen, die ich geschrieben habe
und zugleich die erste ausführliche Darstellung der Angelegenheit
in einer wissenschaftlichen Zeitschrift. Exzellenz
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