Full text: Nationale Bodenreform

landes unter ein öffentliches Recht gehört: ein Recht, an 
dem das private Besitzrecht seine Schranken finden und 
das dem Volke billige Wohn- und Werkstätten verschaffen 
solle.*) 
n ?'’w-t Berg erklärte, daß ihn die Verhandlung 
belehrt habe, daß der Sinn für praktische Arbeit im- 
mer mehr Anhänger gewinne. Er sei mit diesem Ergeb- 
nis zufrieden und ziehe seinen Entwurf zurück. Er er- 
suchte aber den von Damaschke vorgelegten Entwurf durch 
eine Kommission nochmals prüfen zu lassen. Es wurde 
jedoch beschlossen, sofort in die Beratungen einzutreten. 
Formelle änderungen sollten dem Vorstande überlassen 
werden. JZch habe dann vorgeschlagen, zuerst den Namen 
des Bundes zu ändern. Ich empfahl den Vorschlag Dr. 
Wehbergs anzunehmen und den Namen: „B u n d d e r 
deuts< en Bo d enr ef o rm e r“ zu wählen. Fabrik- 
direktor Richard Lehmann, Paul Knopp und Rechtsan- 
walt Eschenbach traten für den Namen: „Bodenrechtsre- 
former“ ein. Die Mehrheit entschied sich für den von mir 
vorgeschlagenen Namen, der im Jahr 1904 in: „Bund 
deutscher Bodenreformer“ umgewandelt worden ist.*%*) 
Dann hat Damaschke den Entwurf zu einem neuem 
Programm vorgelegt, das gegenüber dem von ihm am 20. 
März 1898 in unserer Zeitschrift veröffentlichtem erheb- 
liche Verbesserungen aufwies. Die in seinem erstem Ent- 
wurf enthaltene Trennung des Programms für Stadt 
und Land war fortgefallen. Die Verhinderung von Mo- 
nopolen, die Forderung eines Wohngesetzes, die Siche- 
rung der Bauhandwerker und die Unterstützung von 
Baugenossfenschaften waren hinzugekommen. Dieser Ent- 
wurf ist angenommen worden. Der Wortlaut des neuen 
Programms war folgender: 
*) Vergl. S. 178 u. f. 
**) Deutsche Volksstimme 1904 S. 192. 
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